Kreishaus Gütersloh: Junge Künstler aus Valmiera stellen aus

Gütersloh, 15.03.2011. "Wer in dem Alter schon so malen lernt, der geht auch später ins Museum." Noch ist die Ausstellung im Aufbau, die Besucherin des Kreishauses steht vor Werken junger Künstler aus Lettland. Farbenfroh, schon mit gekonntem Pinselstrich und viel Gespür für die Aufteilung der Fläche. Obwohl sie erst 5 oder 12 Jahr alt sind.
Ausstellung des Partnerkreises Valmiera im Kreishaus GüterslohGroßbildansicht
Rund 220 Werke junger Künstler der drei Kunstschulen im Partnerkreis Valmiera sind im Kreishaus Gütersloh zu sehen (v.l.): Landrat Sven-Georg Adenauer, Dr. Silvana Kreyer (Kulturbeauftragte der Partnerschaft), Dace Bluma (Leiterin der Kunst-Mittelschule Valmiera), Anete Bulina (Schülerin), Nauris Jostons (Schüler), Indra Ziedina (Schülerin), Laila Strada (Leiterin Kunstschule Mazsalaca), Antra Galzone und Janis Galzons, die zusammen die Kunstschule Rujiena leiten.

"Vermächtnis" lautet der Titel der Ausstellung der drei Kunstschulen aus dem lettischen Partnerkreis Valmiera. Zu sehen sind rund 220 Werke in unterschiedlichster Technik, vielen Stilen und Richtungen. Werke ganz junger Künstler und Diplomarbeiten - "sie sind so unterschiedlich wie die Klassen der drei Kunstschulen", erläutert Dr. Silvana Kreyer, Kulturbeauftragte der Partnerschaft zwischen dem Kreis Gütersloh und dem lettischen Partnerkreis. Parallel dazu werden die Werke der Kunstlehrer der drei Schulen im Kreishaus Wiedenbrück gezeigt. Beide Ausstellungen sind während der Öffnungszeiten der Kreishäuser bis zum 15. April zu sehen. Ein Großteil der Werke ist verkäuflich, der Erlös dient der Unterstützung der Kunstschulen.

Am Mittwoch, 16. März, um 18 Uhr eröffnen Landrat Sven-Georg Adenauer und Ilgvars Klava, Botschafter der Republik Lettland, die Ausstellung im Foyer des Kreishauses Gütersloh. Seit Bestehen der fast zwanzigjährigen Partnerschaft sind die Ausstellungen der Kunstschulen Rujiena und Mazsalaca sowie der Kunstmittelschule Valmiera schon zur Tradition geworden. Ungeachtet der nach wie vor schwierigen Situation in Lettland und der damit einhergehenden Budgetkürzungen, besonders im kulturellen Bereich, existieren noch alle drei Kunstschulen im Partnerkreis. Das ist besonders dem Engagement der Schulleiterinnen und Schulleiter zu verdanken. Teils haben sie die Gehälter der Lehrer zugunsten der Arbeit mit den Schülern kürzen müssen.


6 der insgesamt rund 220 Werke der Ausstellung "Vermächtnis"Großbildansicht

In der aktuellen Ausstellung bringen sie einen repräsentativen Teil der Arbeiten ihrer über 400 Schüler und Schülerinnen mit. Mit dem Thema "Vermächtnis" wollen sie ihren Schülern und Schülerinnen vermitteln, dass man die Gegenwart, die Zukunft nur dann leben und verstehen kann, wenn man ein Bewusstsein für das Erbe und die Tradition seines Landes hat. Wie Janis Galzons, der Leiter der Kunstschule Rujiena, sagt: "Die Kenntnis der Vergangenheit hilft dem Jugendlichen seine Identität zu finden".

Dieses Vermächtnis präsentieren die Schüler und Schülerinnen in ihren ausdrucksstarken, vielfältigen Arbeiten, in ihren Zeichnungen, Bildern, Keramiken, Textilarbeiten, Graphiken und Skulpturen. Um eine umfassende Eigendarstellung bemüht, haben die Kunstschulen manche der Arbeiten auch schon zum Beispiel in Litauen, Polen, England und auch Japan gezeigt.