Nachhaltiges Lernen auf besondere Weise: 150 Viertklässler lassen sich durch Böckstiegel inspirieren

Werther/Gütersloh, 07.04.2011. Arbeiten in den Techniken, die Böckstiegel benutzt hat, nachfühlen, wie Böckstiegel gelebt hat, einmal ein "kleiner Böckstiegel sein", das bleibt hängen. 150 Viertklässler aus den Grundschulen Langenheide und Werther durften nun am Projekt "Ein Künstlerleben inspiriert zum Lernen" teilnehmen.
Kinder hocken unter dem Dachvorsprung am Böckstiegelhaus und sind in ihre Zeichnungen vertieft.Großbildansicht
Ganz nah dran sind hier die Viertklässler aus Wertheraner Grundschulen. Am Originalort, dort, wo Peter August Böckstiegel selbst tätig war, spüren sie zeichnend und malend dem Künstlerleben nach. Foto: S. Bornemann

Ermöglicht haben dies die Böckstiegel-Stiftung, die Osthushenrich-Stiftung, die Kreissparkasse Halle und die Fördervereine der beiden Grundschulen.

Die beiden Museumspädagoginnen Klaudia Defort-Meya und Anke Brandt fördern die künstlerischen Fähigkeiten der Kinder - drinnen und draußen. Zunächst ging es klassenweise durch das Böckstiegel-Haus, dann wurde auf dem Platz vor dem Haus oder in der als Werkstatt eingerichteten Doppelgarage kreativ gearbeitet: mit Ton, Kreide und Farben. Im nächsten Schritt vertieften die Kinder ihre Techniken bei einem Kunsttag, der in der eigenen Schule durchgeführt wurde. Schlussendlich wird ein Konzept für eine Ausstellung erarbeitet, die voraussichtlich in den Geschäftsräumen der Kreissparkasse Halle gezeigt werden soll.

Über die gelungene Verknüpfung museumspädagogischer Angebote mit schulischem Lernen und einer Präsentation in der Öffentlichkeit freut sich Dr. Burghard Lehmann. Man lege großen Wert auf die Nachhaltigkeit geförderter Projekte, so der Geschäftsführer der Osthushenrich-Stiftung. Eine Wiederholung im nächsten Jahr würde Susanne Bornemann, Betreuerin des Projektes gern sehen. "Wir hoffen, dass die Sponsoren wieder mitmachen."