Rechtzeitig zum Jahresende: Photovoltaikanlage auf Dach des Kreishauses in Betrieb genommen

Der Kreis geht mit diesem Schritt erstmals unter die Strominvestoren, durch die pünktliche Fertigstellung ist die Voraussetzung erfüllt, für den selbstverbrauchten Strom laut Eigenverbrauchsregelung 20 Jahre lang einen erhöhten Fördersatz zu erhalten.
Kämmerer Ingo Kleinebekel und Burkhard Stiens, Serviceleiter Gebäudewirtschaft, zeigten sich begeistert von der Arbeit des Teams der Kleinehelleforth GmbH: "Die Mitarbeiter haben Wochenendschichten eingelegt, um das Projekt fertig zu stellen. Das war eine stramme Leistung in Rekordzeit." Offizieller Baubeginn war der 21. November, bereits einen Monat später wurde die Anlage technisch abgenommen. "Was wir versprechen, das halten wir auch", kommentierte Reinhold Kleinehelleforth, Geschäftsführer der Firma, das Lob an sein Team.
Damit die Besucher des Kreishauses auch etwas von der Anlage sehen können, werden in der Eingangshalle, in der Kantine und in der Kfz-Zulassungsstelle Displays aufgehängt. Sie zeigen neben der Leistung und dem Gesamtertrag auch die CO2-Einsparung an, die durch den Strom aus Sonnenenergie erreicht wird.
Mit einer Investitionssumme von 500.000 Euro wurde die Photovoltaik-Anlage auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern montiert. Bisher wurden 1098 CIS-Module der Firma Würth Solar verlegt. Sobald der Anbau an Gebäudeteil 3 fertig gestellt ist, kommen noch 30 weitere dazu. Bis zu 170 Kilowatt-Peak (kWp) leisten die Module, das entspricht einem Stromverbrauch von etwa 43 Privathaushalten.
Das Kreishaus hat einen Gesamtenergiebedarf von etwa 1,07 Millionen Kilowattstunden (kWh), davon deckt das hauseigene Blockheizkraftwerk rund 245.000 kWh. Mit der Photovoltaikanlage kann nun rund 50 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Kreiseshauses durch Eigenerzeugung gedeckt werden - die verbleibende Energie soll in das Netz der Stadtwerke Gütersloh eingespeist werden.
Für Landrat Sven-Georg Adenauer ist die neue Photovoltaik-Anlage ein Schritt in die Zukunft: "Die Anlage rechnet sich für uns wirtschaftlich und ist deswegen eine sinnvolle Investition." Ganz nebenbei sammle der Kreis wichtige Punkte bei dem Bemühen, mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet zu werden.
Nachdem das eine Energieprojekt nun fertig gestellt ist, plant der Kreis Gütersloh schon ein wieder ein anderes: Auch auf dem Jobcenter Neubau in Halle/Westf. soll eine selbstbetriebene Photovoltaikanlage entstehen. Der Kreisausschuss sprach sich einstimmig für dieses Projekt aus, im Januar werden die Ausschreibungen veröffentlicht.

