Nerzfarm-Vergleich: Landrat reagiert gelassen auf Kritik aus Düsseldorf

Gütersloh, 06.07.2012. Betont gelassen ist beim Kreis Gütersloh die Kritik aus dem Düsseldorfer Umweltministerium zum abgeschlossenen Vergleich mit der Inhaberin der Nerzfarm in Gütersloh aufgenommen worden. "Ich finde es toll, dass es meinen Mitarbeitern gelungen ist, diesen Vergleich abzuschließen, der das endgültige Aus für die Nerztier-Zucht im Kreis Gütersloh bedeutet. Damit sind wir hier weiter als viele andere im Land NRW", erklärte Landrat Sven-Georg Adenauer.
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Landrat Sven-Georg Adenauer

Minister Johannes Remmel müsse sich vielmehr fragen lassen, wie es sein könne, dass eine andere NRW-Nerzfarm schlicht ein paar Kilometer weiter ins benachbarte Ausland gezogen sei und dort weiter mache. "Was ist besser für den Tierschutz? Die endgültige Aufgabe einer Nerztierfarm in 2013 oder die Fortführung unter gleichen Bedingungen im Ausland?", so die rhetorische Frage Adenauers. "Für den Tierschutz haben wir bisher mehr erreicht als das Land." Er sei gespannt, wie sich das Ministerium als rechtlicher Vertreter der anderen Kreise in der Auseinandersetzung mit den Nerzfarmen weiter schlage.

Der Verzicht auf die rechtliche Vertretung durch das Ministerium in der Auseinandersetzung mit der Nerzfarm habe der Kreis Gütersloh bewusst gewählt. Adenauer: "Wir haben unter unseren Mitarbeitern viele ausgewiesene Experten." Und eine Gütersloher Lösung für die spezielle Situation vor Ort sei mitunter besser und vor allem schneller als die Düsseldorfer Variante, die die Auseinandersetzungen um alle Nerzfarmen in NRW berücksichtigen müsse.