Erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit bei der Beschaffung von Digitalfunkgeräten: OWL-Einkaufsgemeinschaft spart fast 1,5 Millionen Euro

Durch diese OWL-Einkaufsgemeinschaft sparen alle Beteiligten zirka 35 Prozent gegenüber den bekannten Marktpreisen: Rund 1,45 Millionen Euro. Das ist vor allem der hohen Stückzahl zu verdanken. "Das ist ein gutes Beispiel für eine gelungene interkommunale Kooperation", lobte Thomas Kuhlbusch, Fachbereichsleiter Gesundheit, Ordnung und Recht, der Landrat Sven-Georg Adenauer vertrat.
In der jüngsten und modernsten Rettungswache des Kreises Gütersloh in Schloß Holte-Stukenbrock feierten Landrat Manfred Müller (Paderborn), Landrat Friedhelm Spieker (Höxter), Christian Manz (Herford), Friedel Heuwinkel (Lippe), Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann (Bad Oeynhausen), Fachbereichsleiter Thomas Kuhlbusch (Gütersloh) zusammen mit Vertretern der erfolgreichen Bieterfirma Selectric Digitalfunksysteme (Münster) den erfolgreichen Abschluss und unterzeichneten einen Rahmenvertrag.
Um Fachwissen zu bündeln und um Beschaffungskosten zu sparen, wurde im Herbst 2011 die OWL-Einkaufsgemeinschaft für die Beschaffung des Digitalfunks gebildet. Die erforderlichen technisch sehr anspruchvollen Ausschreibungsunterlagen mit einem umfangreichen, 65 Seiten umfassenden Leistungsverzeichnis mit 298 Leistungsanforderungen, wurden gemeinsam in einer Arbeitsgruppe durch Vertreter der teilnehmenden Kreise erstellt. Die Ausschreibung, Annahme der Gebote und Prüfung der Gebote sowie die Vergabe erfolgte durch den Kreis Lippe. Die Revision des Kreises Gütersloh begleitete den Vergabeprozess und prüfte abschließend die Vergabe.
Die beteiligten Vertreter der verschiedenen Kreise und Kommunen zeigten sich insbesondere auch über das Ergebnis der europaweiten Ausschreibung durch die OWL-Einkaufsgemeinschaft zufrieden: Das Gesamtauftragsvolumen beträgt jetzt gut 2,7 Millionen Euro für zirka 2.800 Digitalfunkgeräte plus Zubehör. Laut den recherchierten Marktpreisen wäre mit einer Summe von 4,15 Millionen Euro zu rechnen gewesen.
Zur Historie: Der Bund und die Länder haben abschließend 2009 beschlossen, den Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben einschließlich Polizei einzuführen. Nordrhein-Westfalen hat mit der Planung und Umsetzung im gleichen Jahr begonnen. Der für den Betrieb des Digitalfunks benötigte Netzaufbau in Ostwestfalen-Lippe wird nach aktuellen Erkenntnissen im Frühjahr 2013 abschließen. Ab Mitte 2013 wird nach Erprobung des Landes NRW für alle Beteiligten (Feuerwehr, Rettungsdienst und alle weiteren Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz einschließlich THW) in ganz Ostwestfalen-Lippe parallel zur Polizei der erweiterte Probebetrieb beginnen.
Die Vorteile des Digitalfunks gegenüber dem bislang genutzten Analogfunk, der nicht mehr den heutigen Erfordernissen genügt, sind unter anderem Verschlüsselung und Abhörsicherheit, höhere Sprachqualität, Möglichkeit der zusätzlichen Datenübertragung, Möglichkeit der gezielten Verbindung zwischen einzelnen Funkteilnehmern als auch in das Telefonnetz sowie die Möglichkeit der Lokalisierung über GPS.


