Jeanine Sanker: Zusammen konnten wir lachen, singen und lustig sein

Das klingt nach viel Spaß, und spaßig war es auch! Das Presseteam hat mich selbstständig arbeiten lassen und dennoch war es für mich da. Fragen wurden immer beantwortet und bei Schwierigkeiten gab es umfangreiche Hilfestellung.

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Jeanine Sanker

Und nebenbei eine Menge Spaß, ein lockeres Miteinander. Jedoch geriet der Ernst des Lebens nie in Vergessenheit. Zum ersten Mal in meinem Praktikumsleben habe ich eine Begrüßungs-Mappe, Büchlein mit Kugelschreiber und Unterlagen zur Pressearbeit bekommen, die mir den Einstieg erleichtert haben. Ich war hoch motiviert, obwohl ich Jura studiere. Jeder hat mich gefragt, wie ich auf Presse kam. Mit "ich weiß es auch nicht" habe ich nach ein paar Wochen geantwortet. Doch ich habe gelogen, ich wusste es genau. Mich hat die Pressearbeit schon immer interessiert und ich wusste anfangs noch gar nicht, was alles hinter diesem Job steckt. Jetzt weiß ich es. Wenn ich jetzt eine Zeitung vor mir habe und anfange zu lesen, lese ich alles, weil ich jetzt weiß, dass in jedem Artikel eine Menge Arbeit steckt. Ich durfte Presseberichte schreiben, die nachher in der Zeitung standen. Es waren sehr unterschiedliche Themen, dennoch interessant.

Spannend waren auch die Einführungswochen der neuen Auszubildenden der Kreisverwaltung Gütersloh. Dadurch habe ich das Kreishaus als auch Abteilungen näher kennen gelernt. Die Azubi-Leiterin Simone Kramer hat ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt, das sehr informativ und spaßig war. Besichtigungen gab es zum Beispiel auf dem Kreisbauhof, Kiebitzhof und der Kreispolizeibehörde. Und zum Programm gehörte unter anderem ein Business-Knigge Seminar, das von einem Juristen namens Lars Oliver Rekittke geleitet wurde. Ein Fall für sich, aber lustig war es. Ich habe die Wochen jedoch nicht ohne Grund begleitet. Die Pressemitteilung zu den neuen Azubis und den Erlebnisbericht der beiden Wochen habe ich verfasst. Auch die Fotos für den Erlebnisbericht habe ich gemacht. Diese kommen samt dem Text ins Kreis-Interne, ein Heft, das durch das gesamte Kreishaus geht, bis hin zum Landrat Sven-Georg Adenauer, obersten Chef. Daher kann ich nur empfehlen, das Praktikum im August/September zu absolvieren.

Besonders hat mir die Offenheit, Menschlichkeit und Wertschätzung gefallen. Natürlich hat man selbst auch einen Beitrag dazu zu leisten, wenn man Menschen begegnet. Freundlichkeit, Zurückhaltung und Kommunikation gehören erst einmal dazu. Es war gar kein Problem, mit jemanden ins Gespräch zu kommen, egal ob persönlich oder per Telefonat. Jede Abteilung hat mich freundlich empfangen. Es gab wirklich keinen einzigen Menschen, der mir auf dem Flur mal nicht "Guten Tag" gesagt hat. Und ich war doch "nur" die Praktikantin. Die Unterstützung von Neutralität begann schon mit dem Namensschild. Dort stand jetzt nicht "Praktikantin", was ich gut fand. Ich fühlte mich sowohl zu meiner Abteilung als auch zum gesamten Kreishaus dazu gehörig. Es ist eine Erfahrung wert, dieses angenehme Klima einer Behörde mal hautnah zu erleben.

Jeanine Sanker