Florentina Follmer: Von Anfang an ein Teil des Teams

„Ist das nicht eigentlich eine Aufgabe für die Praktikantin?“, fragte ich eines Morgens in die Runde, als der Chef eigenhändig Stofftaschen mit Kreis Gütersloh Give-Aways befüllte.
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Florentina Follmer

Darüber musste dann erstmal einen Moment nachgedacht werden, bevor mit einem einstimmigen "Da hat sie schon irgendwie Recht" entschieden wurde, mir die andere Hälfte der Taschen zum Befüllen auf den Tisch zu legen. Nicht aber, weil es tatsächlich eine Arbeit für Praktikanten war, sondern weil die ganze Prozedur so einfach schneller ging. Wenn ich also nicht mit den 'typischen' Praktikantenaufgaben beschäftigt wurde, was habe ich dann in den sechs Wochen in der Pressestelle beim Kreis Gütersloh gemacht?

Um das schon mal vorweg zu nehmen: Natürlich musste ich auch ab und an mal was kopieren (leider sind ich und der Hightech-Drucker unten im Keller auch bis zum Schluss keine Freunde geworden). Aber das macht hier eigentlich jeder, wenn's erforderlich ist. Vor allem aber lernte ich in meinem Praktikum hautnah den abwechslungsreichen und spannenden Alltag in einer Pressestelle kennen. Nachdem jeden Morgen der Pressespiegel erstellt war, begleitete ich Außentermine, schoss Fotos für Publikationen, schrieb Pressemitteilungen, Grußworte und Artikel für die Mitarbeiterzeitschrift 'Kreis Intern' - alles durfte ich einmal ausprobieren, bei allem wurde ich gefordert, aber auch gefördert. Vieles war gerade zu Anfang absolut neu für mich. Aufbau einer Pressemitteilung oder eines Grußwortes? Keine Ahnung. Blende, ISO, Belichtungszeit? Vor meinem Praktikum hätten das genauso gut Hieroglyphen sein können. Noch in meiner ersten Woche schrieb ich meine erste Pressemitteilung. Da hieß es dann "Probier's einfach mal", ich bekam einige Informationen und dann ging's los. Ein Blick in die Begrüßungsmappe, die viele nützliche Tipps zur Pressearbeit beinhaltete, verriet mir, worauf es hier besonders ankam: Kurze, knackige Sätze, Verben anstatt Substantive und die wichtigsten Informationen in den ersten Absatz. Soweit, so gut. Klingt in der Theorie doch eigentlich ganz einfach, in der Praxis habe ich mir an meinen ersten Texten aber noch ganz schön die Zähne ausgebissen. Zum Glück stand mir das Team der Pressestelle immer mit einem ehrlichen und ausführlichen Feedback zur Seite. So habe ich eine Menge gelernt: Ich konnte selbstständig arbeiten und mich ausprobieren, durfte sogar Termine alleine wahrnehmen und hatte trotzdem nie das Gefühl, vollkommen auf mich alleine gestellt zu sein. Egal, wie viel Arbeit sich auf den Tischen auch stapelte oder ob die Telefone schon gefühlte drei Stunden ununterbrochen klingelten - das Team der Pressestelle hatte immer ein offenes Ohr für mich und meine Fragen und hat mich bei allen Schwierigkeiten und Schreibblockaden unterstützt. Und wenn's dann doch mal etwas stressiger im Büro wurde, reichte ein Griff in die Süßigkeiten-Kiste oder ein Witz, um die Stimmung wieder zu lockern.

Von Anfang an war ich ein vollwertiges Mitglied des Teams. Das fing schon an meinem ersten Tag mit meinem eigenen Namensschild an und blieb so den Rest des Praktikums. Auch beim täglichen gemeinsamen Mittagessen in der Kantine war ich für die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Abteilungen nicht einfach nur die neue Praktikantin, sondern wurde ausnahmslos von allen ernst genommen. Die Wertschätzung und Offenheit, die mir von allen entgegengebracht wurde, hat mich sehr beeindruckt, sei es das Dankeschön nach getaner Arbeit oder auch nur der morgendliche Gruß auf dem Flur.

Ich danke Jan, Beate, Andrea, Lena und Christina für die spannende Zeit, die tolle Atmosphäre und für alles, was ich lernen durfte! Ich hatte wirklich eine Menge Spaß und habe viele Erfahrungen sammeln können, die mir in meinem späteren Leben ganz bestimmt helfen werden.

Von Florentina Follmer