Gewerbe- und Industrieflächenkonzept 2017: "Wir brauchen Flächen für unsere hiesigen Betriebe"

Gütersloh, 16.02.2017. Bis zum Jahr 2035 werden im Kreis Gütersloh rund 650 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen benötigt. Zieht man die bereits vorhandenen Reserveflächen ab, liegt der neu darzustellende Bedarf bei 365 Hektar.

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Die A2 und im Hintergrund Aurea - das A2-Wirtschaftszentrum. Dieses Motiv ist auch auf dem Titelbild des Gewerbe- und Industrieflächenkonzepts 2017 abgebildet. Foto: AUREA DAS A2-WIRTSCHAFTSZENTRUM GmbH

Das sind die zentralen Zahlen des über 60-seitigen Gewerbe- und Industrieflächenkonzepts für den Kreis Gütersloh, das jetzt auf dem Tisch liegt und am Montag, 20. Februar, im Kreisausschuss vorgestellt wird.

Dieser Bedarf wird jetzt für die Neuaufstellung des Regionalplanes OWL bei der Bezirksregierung in Detmold angemeldet. Für Landrat Sven-Georg Adenauer ist das Konzept ein wichtiger Zukunfts-Baustein: "Wir brauchen in erster Linie Flächen für unsere hiesigen Betriebe, die aus sich heraus wachsen, weil sie erfolgreich am Markt agieren. Es geht aber auch darum, Möglichkeiten für die Neuansiedlung von Unternehmen zu schaffen. Der Kreis Gütersloh ist eben einer der industriestärksten Kreise in NRW." Ihm sei durchaus klar, dass der Flächenbedarf eine Belastung für Landwirtschaft und Naturschutz sei. Daher müsse man sparsam mit den Flächen umgehen. Wie das gehen könne, zeigen Best-Practice-Beispiele im Konzept.

Die pro Wirtschaft GT hatte in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden sowie dem Kreis Gütersloh das Gewerbe- und Industrieflächenkonzept in Auftrag gegeben und fachlich begleitet. Beauftragt wurde das Kölner Büro der 'Cima Beratung und Management GmbH'. Deren Büroleiter Dr. Wolfgang Haensch wird das Konzept im Kreisausschuss präsentieren. Wesentlicher Inhalt des Konzepts sind die Berechnung des zukünftigen Bedarfs nach den Vorgaben des Landesentwicklungsplanes (LEP) und die Verortung der geplanten Gewerbe- und Industrieflächen nach den Vorgaben der Kommunen. Das Konzept weist für sämtliche 13 Kommunen die vorhandenen Reserven, den ermittelten Bedarf sowie die Differenz dieser beiden Größen aus.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Kreis hatten sich im Vorfeld der Kreisausschusssitzung auf das Konzept verständigt.

Was die Verortung von Gewerbe- und Industrieflächen angeht, so verweist das Konzept auf bestehende interkommunale Gewerbegebiete wie den Ravenna-Park. Mit den drei bestehenden Interkommunalen Industriegebieten hat der Kreis Gütersloh  bereits langjährig gute Erfahrungen gemacht. Das Konzept enthält konkret in Planung befindliche interkommunale Gewerbegebiete wie den Flugplatz Gütersloh und weitere potenzielle Flächen wie beispielsweise die Pausheide in Verl.

Das 'Gewerbe- und Industrieflächenkonzept  2017' für den Kreis wurde auf Bitten der Bezirksregierung erstellt, die hier wie auch in ganz OWL die Kreise gebeten hatte, die Planungen zu bündeln und ein kreisweites Konzept für die Neuaufstellung des Regionalplans einzubringen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass neue Industriegebiete vorrangig interkommunal verwirklicht werden sollen.

Das Gewerbe- und Industrieflächenkonzept 2017 steht als Broschüre zum Herunterladen auf den Internetseiten des Kreises Gütersloh bereit unter www.kreis-guetersloh.de. Weitere Informationen rund um den Wirtschaftsstandort bei der pro Wirtschaft GT unter www.prowi-gt.de.


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Luftbild der Firma Fa. Craemer in Herzebrock-Clarholz aus dem Sommer 2016. Im Konzept wird das Unternehmen beispielhaft erwähnt: Hohe Verdichtung bedeutet optimale Ausnutzung der Betriebsflächen. Foto: Paul Craemer GmbH, Herzebrock-Clarholz