'Flagge zeigen für Tibet!' - Landrat Adenauer unterstützt Tibet-Kampagne

Gütersloh, 10.03.2017. Heute (10. März) wurde vor dem Kreishaus Gütersloh wieder die Tibetflagge gehisst. Landrat Sven-Georg Adenauer beteiligte sich wie schon in den vergangenen Jahren an der Aktion ‚Flagge zeigen für Tibet!‘, einer Kampagne der Tibet Initiative Deutschland (TID).
Tibetflagge vor dem KreishausGroßbildansicht
Unterstützung beim Hissen der Tibetflagge bekam Landrat Sven-Georg Adenauer von der Regionalgruppe Bielefeld/OWL der Tibet Initiative Deutschland und einigen Exil-Tibetern. Auch die ganz kleinen Exiltibeter waren in diesem Jahr dabei.

Zum Jahrestag wird vor vielen öffentliche Gebäuden in Deutschland die tibetische Flagge gehisst, um an den Volksaufstand vom 10. März 1959 in Tibet zu erinnern. Margret Köhre von der Regionalgruppe der TID kam wie in Begleitung einiger in Deutschland lebender Tibeter zum Kreishaus Gütersloh. In diesem Jahr ebenfalls mit dabei: Der Bielefelder Manfred Lemke, dessen 'Ente' (Citroën 2 CV) auf einer Seite die tibetische Flagge ziert.

Dass Adenauer bei dieser Gelegenheit einen Khatag um den Hals gelegt bekommt, kennt er schon: Dieses Mal waren es jedoch gleich vier dieser tibetischen Gebets- und Begrüßungsschals. Das Foto der Aktion aus dem vergangenen Jahr vor dem Kreishaus hatte es ihn diesem Jahr übrigens in den bundesweit verteilten Flyer der Tibet-Initiative geschafft. Der Flyer steht auf der Internetseite des Kreises Gütersloh (www.kreis-guetersloh.de) zum Herunterladen bereit.


Zum Hintergrund: Aufstand gegen chinesische Besatzung

Am 10. März 1959 kam es zu einem Volksaufstand. Ungefähr 300.000 Tibeter versammelten sich vor der Residenz Norbulingka des Dalai Lamas in Lhasa. Das tibetische Oberhaupt war eingeladen worden ohne Begleitschutz eine Theatervorstellung auf einem chinesischen Militärstützpunkt zu besuchen. Die Bevölkerung befürchtete eine Gefahr für den Dalai Lama und umstellte seinen Palast, um ihn zu zwingen, die Einladung abzusagen. Der angestaute Unmut über die inzwischen fast zehn Jahre währende Unterdrückung durch China führte dabei zu lautstarken Forderungen nach dem Abzug der chinesischen Truppen. Die Proteste dauerten eine Woche an, bis sie blutig niedergeschlagen wurden und der Dalai Lama ins Exil nach Indien fliehen musste. Mindestens 87.000 Tibeter starben bei den Unruhen infolge des Aufstands. Viele Tibeter folgten dem Dalai Lama 1959 unmittelbar ins Exil, aber auch heute noch fliehen viele Menschen aufgrund von religiöser und politischer Verfolgung oder allgemeiner Perspektivlosigkeit aus Tibet. Zwischen 120.000 und 150.000 Tibeter leben derzeit im Exil, die meisten von ihnen in Indien, Bhutan und Nepal. Mehr unter www.tibetflagge.de Dort finden sich auch Statements zur Aktion, unter anderem von Landrat Sven-Georg Adenauer.