Hauptamtlicher Antreiber in Sachen Glasfaser

Gütersloh. Der Kreistag hat am Montag (6. März) den Weg frei gemacht, die neue Stelle eines Breitbandkoordinators beim Kreis Gütersloh einzurichten.

Schon am 7. Februar dieses Jahres hatte NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin in Düsseldorf dem Dezernenten für Bauen und Umwelt des Kreises Gütersloh, Frank Scheffer, einen Zuwendungsbescheid über 150.000 Euro überreicht. Mit dem Geld soll ein Breitbandkoordinator für drei Jahre bezahlt werden, der den Bürgern und Unternehmen als hauptamtlicher Ansprechpartner für den Netzausbau zur Verfügung steht. Nun läuft das Ausschreibungsverfahren.

Baudezernent Scheffer freut sich, "dass mit den jetzt bewilligten Mitteln für die Breitbandkoordination auch für die folgenden drei Jahre ein zentraler Ansprechpartner für die vielfältigen Fragestellungen zur Breitbandversorgung zur Verfügung stehen wird." Zu den Koordinationsaufgaben gehöre vor allem die Vernetzung der Akteure vor Ort, die Erhebung von Fragen und Problemstellungen zur Breitbandversorgung, deren Analyse und die Entwicklung von Lösungsansätzen. Vordringliche Aufgabe sei die Initiierung, Begleitung und Umsetzung eines 'Next Generation Networks' oder 'NGA-Entwicklungskonzeptes'. Insbesondere sollen die Städte und Gemeinden im Kreis Gütersloh bei deren Projekten aktiv unterstützt werden.

Bislang hatte die regioIT als Zweckverband des Kreises und der kreisangehörigen Kommunen diese Aufgabe wahrgenommen. Nun hat der Kreis Gütersloh eigens hierfür mit Hilfe der Fördermittel eine neue Stelle geschaffen. Der Koordinator soll 2017 beim Zweckverband eingearbeitet werden und in den beiden Folgejahren 2018 und 2019 vom Kreishaus aus agieren. Derzeit läuft das Auswahlverfahren. Die Stellenausschreibung fand sich in den Wochenendausgaben der lokalen Zeitungen. Auf der Internetseite www.interamt.de, über die der Kreis sämtliche Stellen ausschreibt, findet sich der Langtext (direkter Link zur Ausschreibung).

 

Zum Thema: Landesförderung

Mittel für Breitbandkoordinatoren von 50.000 Euro pro Jahr für drei Jahre stellt das Land auch in den Städten Bochum, Bottrop, Gelsenkirchen, Mönchengladbach, Münster und Remscheid sowie den Kreisen Lippe, Reck-linghausen, Ennepe-Ruhr-Kreis, Rhein-Kreis Neuss und Rhein-Sieg-Kreis zur Verfügung. "Der Breitbandkoordinator ist für die Umsetzung der Gigabit-Strategie, zum Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur, zur Einführung des 5G-Standards und den Anschluss von Gewerbegebieten an das Glasfasernetz unverzichtbar. Mit den lokalen Breitbandkoordinatoren kann die Breitbandversorgung vor Ort erhoben und ihr Ausbau unter optimaler Nutzung der Fördermittel aus Bund und Land angegangen werden", sagte Minister Duin bei der Übergabe der Bescheide in Düsseldorf.