Dienstjubiläum beim Kreis Gütersloh: Drei Mal Silber und ein Mal Gold

Von Helene Busuluk Gütersloh, 09.05.2017. 50-jährige Dienstjubiläen gibt es nur noch selten. Da ist es Landrat Sven-Georg Adenauer eine besonders große Freude, wenn er Mitarbeitern des Kreises Gütersloh dazu gratulieren kann. Winfried Mettenborg gehört zu den wenigen, die auf 50 Dienstjahre kommen.

Jubilare und GratulantenGroßbildansicht
Landrat Sven-Georg Adenauer (Mitte), Personalratsmitglied Thomas Haase (zweiter v. l.) und Personalleiter Steffen Buch (zweiter v. r.) gratulierten den Jubilaren (v. l.): Sandra Korfmacher, Winfried Mettenborg, Helena Matzel und Katrin Traeger.

Drei Mal 25 Jahre und ein Mal 50 Jahre im Dienst beim Kreis Gütersloh wurden am 28. April im Kreishaus gefeiert. "Sie haben alle dazu beigetragen, dass der Kreis Gütersloh der beste Kreis der Welt ist", lobte Adenauer die vier Jubilare. So unterschiedlich die Berufs- und Lebenswege auch sind, eines haben die Jubilare gemeinsam: Engagiert, motiviert und mit Freude sind beziehungsweise waren Mettenborg, Sandra Korfmacher, Helena Matzel und Katrin Traeger Teil des Teams 'Kreis Gütersloh'. Thomas Haase vom Personalrat gratulierte im Namen der Mitarbeiter.

Der eigentlich schon 2016 in Ruhestand gegangene Mettenborg (Rheda-Wiedenbrück) scheine nur noch weitergearbeitet zu haben, um sein 50-jähriges Dienstjubiläum noch beim Kreis Gütersloh feiern zu können, scherzte der Landrat. Am 25. April hat er sich endgültig in seinen wohlverdienten Ruhestand begeben. Mettenborg war in seiner Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung dafür bekannt, dass er alle Gebühren und Zuschussfragen lösen konnte - selbst die unlösbaren! 50 Jahre Dienst sind etwas Besonderes. Da ist es nicht verwunderlich, dass Mettenborg die eine oder andere Anekdote zum Besten geben konnte. In einem besonders spannenden Fall fand Mettenborg sich sogar als Zeuge vor Gericht wieder. Ein deutscher Beamter, der durch die Jagdprüfung gefallen war, hatte sich als Kanadier ausgegeben, um so an einen Ausländerjagdschein zu kommen, berichtete Mettenborg. Seit dem 1. Mai steht er für seine Enkelkinder als erste und beste Aushilfsaufsicht jederzeit zur Verfügung. Und auch als Hundesitter bei seinen Töchtern hilft er gerne aus.

Sandra Korfmacher (Langenberg) ist passionierte Tierhalterin. Neben ihrem Hund bereitet ihr das Reiten auf  ihrem Pferd (Stockmaß 1,82 Meter!), auf das sie nur mit Hilfe eines Stuhls kommt, viel Freude. Nach ihrer Elternzeit ist sie als Teilzeitkraft in der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung wieder eingestiegen - aber mit ganzen Arbeitstagen, nur eben nicht fünf in einer Woche. Auch das geht beim Kreis Gütersloh und sei ein Beispiel für die vielen unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle, die man anbiete, meinte Adenauer. Korfmachers wesentliche Aufgabe ist die bedarfsgerechte und möglichst konfliktfreie Einteilung der amtlichen Fachassistenten in den einzelnen Schlachtbetrieben im Kreis.

Helena Matzel (Verl) hat sowohl privat als auch beruflich eine lange Reise hinter sich. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der Sowjetunion startete sie in Deutschland beim Arbeitsamt Braunschweig, wechselte dann zum Arbeitsamt Paderborn und von dort zur Arbeitsbehörde Bielefeld. In der Abteilung Materielle Hilfen ist Matzel im Team Unterhalt des Jobcenters "die gute Seele im Team". Neben ihrer freundlichen und hilfsbereiten Art, verwöhnt Matzel ihre Kollegen gerne mit leckeren Gerichten, die sie mit ihrem Thermomix zubereitet.

Katrin Traeger (Gütersloh) hat zu ihrem 25. Dienstjubiläum ihren Mann mitgebracht und Landrat Adenauer fand, "das hat sie richtig gemacht, wie so vieles andere auch." Traegers Karriere begann zunächst in Bonn, wo sie als technische Angestellte beim staatlichen Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft tätig war. Ihr Heimweh hat sie zurück nach Gütersloh und in die Abteilung Tiefbau im Sachgebiet 'untere Wasserbehörde' geführt. Auch wenn die heimliche Liebe der studierten chemischen Labortechnikerin immer die Chemie sein wird, seit Traeger Kinder hat, weiß sie den Bürojob zu schätzen. Ihre Freizeit gestaltet sie sehr vielfältig. Sie liest, fährt Ski und singt im Kirchenchor. Außerdem engagiert sie sich ehrenamtlich im Droste-Haus in Verl bei dem Austausch mit einer deutschen Schule in Kairo. Zum Schluss lobte sie ihren Chef, der immer ein Ohr für Anregungen und Veränderungen habe. Sie werde angehört, das findet sie toll.