Tigges trifft Adenauer

Gütersloh, 18.08.2017. Vorstellen musste er sich längst nicht mehr bei seinem Antrittsbesuch : Raphael Tigges war zum Gespräch bei Landrat Sven-Georg Adenauer zu Gast im Kreishaus. Tigges (44), CDU-Landtagsmitglied für den Wahlkreis Gütersloh II (Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz), wagte mit dem Chef der Kreisverwaltung einen Blick in die nahe Zukunft.

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Bildzeile: Landrat Sven-Georg Adenauer (rechts) empfängt seinen Gast Raphael Tigges im Kreishaus Gütersloh. Foto: Kreis Gütersloh

Darüber, dass die Verkehrsinfrastruktur im Kreis sinnvoll entwickelt werden soll, waren sich die beiden Politiker einig. "Die neue Landesregierung wird Pläne für den Ausbau der B64n nach Berlin weitergeben und ich setze mich für verkehrsentlastende Maßnahmen bis hin zu Wiederaufnahme der Planungen für eine Ortsumfahrung Friedrichsdorf ein", versprach Tigges. Zur Entlastung des Straßennetzes wolle man auch die Gesamtstrecke der TWE von Versmold bis Hövelhof im Blick haben. "Es wäre ja unklug, die bisherigen Zusagen des Landes zu diesem Projekt zu gefährden - Zuschüsse sollte man nutzen."

 

Gemeinsame Ziele für den Kreis und seine Kommunen sahen Adenauer und Tigges beim Thema Wirtschaftsförderung. "Damit es den Menschen gut geht", wolle man Entwicklungschancen ergreifen: Das Gewerbegebiet Aurea sei ein Pfund für den wirtschaftsstarken Standort Kreis Gütersloh. Eine mögliche Ansiedlung des Unternehmens Amazon sahen beide positiv. Adenauer: "Das schafft Arbeitsplätze insbesondere für Menschen, die ansonsten schwer zu vermitteln sind." Potenzial an Fläche und Entwicklungsmöglichkeit biete auch das ehemalige Flughafengelände. Zur Stärkung der heimischen Wirtschaft rechnen die beiden CDU-Politiker auch die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der FH Bielefeld und den Ausbau des Fachhochschulstandorts Gütersloh.

 

Zudem bekräftigte Tigges, er wisse sehr gut, dass besonders kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum auf eines besonders warten: "Glasfaser bis vor die Tür."

Weiterhin waren sich die Politiker einig, dass die Polizei Rückendeckung und Stärkung braucht und kein Abzug von Polizei aus dem ländlichen Raum erfolgen darf.