Ortsdurchfahrt in Langenberg ist wieder frei

Gütersloh/Langenberg, 28.08.2017. Aufatmen bei Verkehrsteilnehmern und Bürgern in Langenberg! Die Ortsdurchfahrt ist wieder normal befahrbar.

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Bei strahlendem Sonnenschein eröffneten Josef Rakel (ehemaliger Leiter Abteilung Tiefbau, Kreis Gütersloh), Bernhard Altehülshorst (CDU-Fraktion; Vorsitzender des Straßen- und Verkehrsausschusses), Langenbergs Bürgermeisterin Susanne Mittag, Landrat Sven-Georg Adenauer, Uwe Rafflenbeul (Bezirksregierung Detmold), Frank Scheffer (Dezernent Bauen und Umwelt, Kreis Gütersloh) und Wolfgang Zipper (Kemna Bau Andrea GmbH & Co. KG., Bad Salzuflen) (v. l.) feierlich die neue Ortsdurchfahrt in Langenberg. Foto: Kreis Gütersloh

Landrat Sven-Georg Adenauer gab die Kreisstraße 55 nach umfangreichen Bauarbeiten und zweijähriger Bauzeit am Sonntag (27. August) wieder offiziell für den Verkehr frei.

Bereits im Jahr 2002 starteten der Kreis Gütersloh und die Gemeinde Langenberg die gemeinsamen Planungen für den Ausbau der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 55 (Hauptstraße/Rietberger Straße). Mit einem eigens für die Maßnahme aufgestellten Bebauungsplan, der 2008 rechtskräftig wurde, sowie dem Zuwendungsbescheid des Landes NRW im Jahr 2015  konnte im Juni des gleichen Jahres der Spatenstich für die Maßnahmen erfolgen. Seitdem hat sich viel getan: Die Kreisstraße verläuft jetzt in leicht geänderter Linienführung und auf 1,1 Kilometern Länge mit neuem Aussehen. Die neue Fahrbahn hat eine Breite von 6,5 Metern, sodass sich auch Lastkraftwagen und Busse ohne Einschränkung oder Behinderung begegnen können. Gleichzeitig richtete der Kreis Radwege auf beiden Seiten ein und erneuerte die Gehwege sowie Parkbuchten. Aus Gründen einer sicheren Verkehrsführung wurde im Knotenpunkt der Kreisstraße 55 mit der Lippstädter und der Wiedenbrücker Straße ein Kreisverkehr gebaut.


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Zum anschließenden Bürgerbrunch brachten die Anwohner nicht nur Lecke-res mit. Auch die Tische wurden humorvoll dekoriert. Foto: Kreis Gütersloh

Besonders anspruchsvoll waren die Arbeiten im Untergrund der Baustelle, weil die geänderte Linienführung und der geänderte Querschnitt der Straße die Um- beziehungsweise Neuverlegung sämtlicher Versorgungsleitungen wie Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation erforderlich machten. Daneben haben überraschende Funde im Baugrund für Verzögerungen gesorgt. Dennoch gelang es, durch gute Zusammenarbeit ein überzeugendes Ergebnis zu erzielen. Neben der funktionalen und barrierefreien Umgestaltung der Straßen sowie der neu errichteten Bushaltestellen wurden auch gestalterische Akzente gesetzt: Moderne, effiziente LED-Lampen entlang der Straße sowie großzügige Grünbeete. In den Beeten wachsen zeitlich versetzt blühenden, bodendeckende Stauden und Säulenhainbuchen. Eine Reihe Linden im Bereich des alten Friedhofs rundet die Gestaltung des neuen Straßenbildes ab.

Für die Erstellung der neuen Straße inklusive der Grunderwerbs- und Vermessungskosten hat der Kreis Gütersloh 2,2 Millionen Euro aufgewendet. Für die Erneuerung des Regenwasserkanals, der Straßenbeleuchtung und für die Neuverlegung von Datenkabeln hat die Gemeinde Langenberg 1,25 Millionen Euro an Baukosten aufgebracht. Die Arbeiten führte die Firma Kemna Bau Andreae GmbH &Co KG (Niederlassung Bad Salzuflen) aus.

Der Kreis Gütersloh bedankt sich bei den betroffenen Grundstückseigentümern für die Bereitstellung des benötigten Grund und Bodens. Ebenso bedankt sich der Kreis bei den betroffenen Verkehrsteilnehmern und Anliegern für das entgegengebrachte Verständnis, das aufgrund der Beeinträchtigungen und Behinderungen während der gesamten Bauzeit erforderlich war.