Mitmachaktion in der St. Georg-Schule Verl

Von Jana Heptner

Verl, 26.09.2017. Ein schönes Lächeln sieht mit gesunden Zähnen gleich viel besser aus. Damit die Zähne gesund bleiben, ist die richtige Pflege wichtig.

Gruppe ZahngesundheitGroßbildansicht
Obst gilt als gesund, kann die Zähne aber angreifen. Daher wollen (v. l.) Dr. Matthias Gubba (Leiter der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh Gütersloh), Heike Kowalewski (Arbeitskreis Zahngesundheit), Anja Giesbertz (Schulleiterin der St. Georg-Schule Verl), Dr. Mirjam Oitzinger (Zahnärztin) und die Zahnmedizinische Fachangestellte Nadine Krischik die Kinder der St. Georg-Schule in Verl für dieses Thema sensibilisieren. Foto: Kreis Gütersloh

Um dafür bereits die Grundschulkinder zu sensibilisieren, gab es am 25. September  - dem Tag der Zahngesundheit - in der Grundschule St. Georg in Verl eine Mitmachaktion. Die von Heike Kowalewski vom Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Gütersloh organisierte Veranstaltung nahm den Zucker- und Säuregehalt in Fruchtsäften in den Fokus.

 

Der frisch gepresste, trübe und schaumige Apfelsaft wurde von den Grundschülern zunächst skeptisch betrachtet, kennt man den Saft von Zuhause doch eher als durchsichtige Flüssigkeit. Probiert haben ihn trotzdem alle und waren sich einig: "Der ist ein bisschen sauer." Und diese Säure ist gefährlich für den Zahnschmelz. Der Zahnschmelz ist die äußere Schicht der Zähne und schützt diese vor Kariesbildung. "Im Apfelsaft ist viel Säure enthalten, die kann dann zu Erosionen führen und eure Zähne werden gelb", erklärte Dr. Mirjam Oitzinger, Zahnärztin in der Praxis Dr. Schmidt in Gütersloh, den Kindern und zeigt ihnen ein Gebiss mit gelben Zähnen. Daher rät sie nach Säften ein Glas Wasser oder Milch zu trinken, damit die Säure im Mund neutralisiert wird.

Um den Grundschülern zu zeigen wie die Süße in den handelsüblichen Säften entsteht, durften die Kinder sechs Stücke Würfelzucker mit einer kleinen Menge frisch gepresstem Orangensaft und Wasser mischen. Beim Probieren verzogen sich dann die kleinen Gesichter, die Mischung war ihnen viel zu süß. Die Gruppe vorher habe das ganze Glas leer getrunken, die fand diese Zuckermischung am besten, merkte Dr. Oitzinger an. "So wie man es vom Elternhaus gewohnt ist", kommentierte Dr. Matthias Gubba, Leiter der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh, die unterschiedlichen Meinungen der Kinder.

Zum Abschluss ging es dann um 'KAI'. Die Grundschüler wussten sofort, dass es sich dabei  nicht um einen Name handelt, sondern die Kau-, Außen- und Innenflächen der Zähne. Aufmerksam lauschten sie Dr. Oitzinger, als sie die richtige Putztechnik nach 'KAI' erklärte. "Ganz wichtig ist auch die Zunge zu putzen. Selbst die Erwachsenen vergessen das oft." Am Ende gab Dr. Oitzinger den Kindern mit auf den Weg: "Wenn ihr euch an alles haltet, dann können 'Karius und Baktus' euren Zähnen nichts anhaben."


Zum Thema: Arbeitskreis Zahngesundheit

Dr. Gubba, Giesbertz und KinderGroßbildansicht
Dr. Matthias Gubba (Leiter der Abteilung Gesundheit im Kreis Gütersloh) und Anja Giesbertz (Schulleiterin der St. Georg-Schule Verl) rühren zu-sammen mit den Kindern die Zucker-Orangensaft-Mischung an. Foto: Kreis Gütersloh

Der Arbeitskreis Zahngesundheit wurde am 1. Januar 1998 von einigen Zahnärzten des Kreises Gütersloh, den gesetzlichen Krankenkassen und der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh gemeinsam gegründet. Dabei setzten die Beteiligten auf Aufklärung und Förderung der eigenen Verantwortung. Das Hauptziel der Organisation liegt in der Förderung der Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen. Bereits in Grundschulen wird Kindern durch das Projekt 'Gesund im Mund' das Thema Zahngesundheit altersgemäß vermittelt.