Qualifizierte Betreuung in kleinem Rahmen

Gütersloh, 10.11.2017. Der Bedarf an Tagesmüttern und -vätern im Kreis Gütersloh ist weiterhin groß. Aufgrund der steigenden Geburtenrate und der Berufstätigkeit vieler Eltern, die oftmals nach einem Jahr Elternzeit wieder in ihren Job zurückkehren, sind viele Familien auf der Suche nach Betreuung. Neben den Kindertageseinrichtungen ist die Kindertagespflege eine wichtige Säule der Betreuung.

Bildzeile: Bringen Tagesmütter und -väter mit Familien zusammen (v. l.): Agnieszka Kukielka (Vermittlungsstelle Rietberg), Kerstin Walter (Vermittlungsstelle Versmold), Marlene Ens (Fachberatung Kindertagespflege), Karin Wittop (Vermittlungsstelle Herzebrock-Clarholz), Jeanette Mittermeier (ehemalige Vermittlerin Versmold), Marion Hoffmann (Vermittlungsstelle Langenberg), Martina Detert (Vermittlungsstelle Werther), Janine Berger (ebenfalls Vermittlungsstelle Werther), Inga Garten (Kreis Gütersloh), Sabine Gottesmann (Vermittlungsstelle Borgholzhausen), Julia Grahl (Kreis Gütersloh), Gudrun Greve (Vermittlungsstelle Harsewinkel). Foto: Kreis Gütersloh Es fehlen: Elke Günner (Vermittlungsstelle Halle), Ilona Ickler (Vermittlungsstelle Schloß Holte-Stukenbrock), Martina Ellerbrock (Vermittlungsstelle Steinhagen)Großbildansicht
Bildzeile: Bringen Tagesmütter und -väter mit Familien zusammen (v. l.): Agnieszka Kukielka (Vermittlungsstelle Rietberg), Kerstin Walter (Vermittlungsstelle Versmold), Marlene Ens (Fachberatung Kindertagespflege), Karin Wittop (Vermittlungsstelle Herzebrock-Clarholz), Jeanette Mittermeier (ehemalige Vermittlerin Versmold), Marion Hoffmann (Vermittlungsstelle Langenberg), Martina Detert (Vermittlungsstelle Werther), Janine Berger (ebenfalls Vermittlungsstelle Werther), Inga Garten (Kreis Gütersloh), Sabine Gottesmann (Vermittlungsstelle Borgholzhausen), Julia Grahl (Kreis Gütersloh), Gudrun Greve (Vermittlungsstelle Harsewinkel). Foto: Kreis Gütersloh Es fehlen: Elke Günner (Vermittlungsstelle Halle), Ilona Ickler (Vermittlungsstelle Schloß Holte-Stukenbrock), Martina Ellerbrock (Vermittlungsstelle Steinhagen)

"Die Kindertagespflege ist ein familiäres Angebot", betont Julia Grahl aus der Abteilung Jugend des Kreises Gütersloh. "Die Kinder werden in einem kleinen Rahmen betreut", so Grahl weiter. Nicht zuletzt deshalb richtet sich diese Form der Betreuung vor allem an Kinder unter drei Jahren. "Das Angebot ist jedoch keine Konkurrenz zur Kindertageseinrichtung, sondern eine Ergänzung", erklärt Grahl. Denn die Kindertagespflege zeichnet sich durch Flexibilität aus. So kann eine Tagesmutter Zeiten abdecken, die von einer Kindertagesstätte nicht geleistet werden können. Es ist auch deshalb möglich die beiden Arten der Kinderbetreuung zu kombinieren.

Tagesmütter und -väter finden über die Vermittlungsstellen im Kreis Gütersloh mit den Familien zusammen. Die Vermittlungsstellen begleiten und beraten sowohl die Eltern, als auch die Tagespflegepersonen und unterstützen diese bei ihren Anliegen. Außerdem organisieren sie weiterführende Schulungen sowie regelmäßige Treffen für die Tagespflegepersonen. Die Mitarbeiter in den örtlichen Vermittlungsstellen sind erste Ansprechpartner für diejenigen, die sich für eine Arbeit in der Kindertagespflege interessieren. Insgesamt gibt es zehn örtliche Vermittlungsstellen im Kreis Gütersloh (Borgholzhausen, Halle (Westf.), Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock, Steinhagen, Versmold und Werther (Westf.)). In den Städten Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Verl ist das jeweilige Jugendamt zuständig. Zurzeit stehen dem Kreis Gütersloh rund 220 Tagesmütter und -väter zur Verfügung. Wobei weitere stets gesucht werden.

Wer Interesse an der Tätigkeit als Tagesmutter oder -vater hat, kann sich bei der Vermittlungsstelle im jeweiligen Wohnort melden. Eine Liste mit den Kontaktdaten sowie weitere Informationen rund um das Thema Kindertagespflege sind im Internet (www.kreis-guetersloh.de/sh/kindertagespflege) zu finden.

 

Aber wie wird man eigentlich Tagesmutter oder -vater? Tagesmütter und -väter benötigen eine Pflegeerlaubnis. Diese wird vom zuständigen Jugendamt ausgestellt. Um eine Erlaubnis erhalten zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Unter anderem beträgt das Mindestalter für eine Tagespflegeperson 23 Jahre. Interessenten sollten außerdem über gute Deutschkenntnisse, einen Hauptschulabschluss sowie kindgerechte Räume verfügen. Darüber hinaus müssen sie einen Qualifizierungskurs besuchen. Qualifizierungsangebote für zukünftige Tagesmütter und -väter bieten zum Beispiel die Volkshochschulen im Kreis, die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Bielefeld sowie die AWO Bielefeld an. Der nächste Kurs (160 Unterrichtseinheiten) im näheren Umfeld startet am Montag,  13. November, bei der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung in Bielefeld.

 

Dank für den langjährigen Einsatz

Zum September beendete Jeanette Mittermeier ihre Tätigkeit als Leitung der örtlichen Vermittlungsstelle für Kindertagespflege in Versmold. Ihre Nachfolge übernimmt Kerstin Walter, erreichbar über das Haus der Familie, Altstadtstraße 4 in Versmold. Darüber hinaus ergänzt Janine Berger seit Mitte des Jahres das Team der örtlichen Vermittlungsstelle in Werther. Anlaufstelle in Werther ist das Familienzentrum Fam.o.S. e.V., Engerstraße 2 in Werther (Westf.).