Nils Krieft: Viel gemacht, viel gelernt

Fast drei Monate habe ich als Praktikant in der Pressestelle des Kreis Gütersloh verbracht. Und eines kann ich mit Sicherheit sagen: Ich musste weder Kaffee kochen, noch kopieren, noch eintönige Aufgaben erledigen.

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Na gut, ich geb´s zu, das war gelogen. Ich hab auch mal Kaffee gekocht, mal kopiert und auch mal einige hundert Mitarbeiterzeitungen abgepackt. Aber ich hab das nicht gemacht, weil ich der Praktikant war, sondern einfach weil ich gerade Zeit hatte. Generell hatte ich in meiner Zeit hier selten das Gefühl, dass ich der Praktikant bin. Oder gar NUR der Praktikant bin. Ob beim Mittagessen oder im Arbeitsalltag, ich hatte nie das Gefühl außen vor zu sein oder nicht dazuzugehören.

Ich habe hier viel gelernt. Das liegt zum einen daran, dass ich viel machen durfte. Termine alleine besuchen und dann daraus eine Mitteilung stricken, oder Grußworte schreiben. Eine Rede für den Landrat war auch dabei. Zum anderen liegt es daran, dass hier alle immer ein offenes Ohr hatten und mir gerne erklärt haben, was ich besser machen kann und wie. Auch war ich über die Kommunalpolitik noch nie so informiert wie jetzt. Schließlich habe ich gefühlt jeden Ausschuss mal besucht (vermutlich sogar doppelt).

So, nach dem 0815-Einstieg hoffe ich jetzt einfach mal, dass nur noch diejenigen weiterlesen, die mit dem Gedanken spielen hier ein Praktikum zu machen. Ich kann euch nur eins raten: Macht es. Die Leute hier sind alle nett und locker und außerdem lernt man viel und schlägt nicht bloß Zeit tot.

Falls, entgegen allen Erwartens, doch noch jemand außer zukünftigen Praktikanten diesen Text liest: Andrea, Beate, Christina, Lena, Jan und auch alle anderen, die ich kennen lernen durfte, ich danke euch für die freundliche Aufnahme, die lehrreichen Stunden und vor allem die schöne, lustige und interessante Zeit.