Gebäude sind entkernt, Abrissarbeiten abgeschlossen

Gütersloh, 28.12.2017. Der gelbe Kran im Hof ist schon aus großer Entfernung das deutliche Erkennungszeichen dafür, dass der Umbau des Schulgebäudes an der Moltkestraße 47 in Gütersloh bereits in vollen Zügen ist.

Baustellentermin mit Architektinnen (v. l.): Birgit Melisch, Stadtarchivar Stefan Grimm, Anke Dreier (Leiterin Abteilung Gebäudewirtschaft Kreis Gütersloh), Kreisarchivar Ralf Othengrafen und Architektin Annika Hubold. 	Foto: Kreis GüterslohGroßbildansicht
Baustellentermin mit Architektinnen (v. l.): Birgit Melisch, Stadtarchivar Stefan Grimm, Anke Dreier (Leiterin Abteilung Gebäudewirtschaft Kreis Gütersloh), Kreisarchivar Ralf Othengrafen und Architektin Annika Hubold. Foto: Kreis Gütersloh

Das historische Schulgebäude und der Anbau auf dem Schulhof sind bereits entkernt. Der flache Anbau, der Zugang zu den Toiletten, sowie die Brücke zwischen Alt- und Anbau im ersten Geschoss sind von den Mitarbeitern des Bauunternehmens Dahlkemper bereits abgerissen worden. Die Firma aus Rheda-Wiedenbrück hatte den Auftrag erhalten, nach den Plänen des Architekturbüros Melisch Architekten (Gütersloh) aus dem Schulgebäude ein Archiv zu bauen, in das sowohl das Kreisarchiv als auch das Archiv der Stadt Gütersloh einziehen werden.

 

Die Abbrucharbeiten sind damit abgeschlossen. Im ehemaligen Schulhof hat die Baufirma damit begonnen, das Erdgeschoss des Stelzenbaus einzumauern: Bei seinem Bau war der neue Klassentrakt auf Stelzen errichtet worden, um nicht unnötig Schulhoffläche zu opfern. Aus diesem Gebäude wird künftig das Magazin, also die Lagerstätte der Archivalien. "Als nächstes werden wir den Bau dicht machen", erläutert Annika Hubold. Die Diplom-Architektin betreut das Bauvorhaben des Kreises, für das die Politik 2,5 Millionen Euro bereit gestellt hat. Dann folgen Fahrstuhl und das neue Verbindungsgebäude zwischen Altbau und dem Anbau. Spektakulär, kündigt Hubold an, wird es auf der Baustelle, wenn die Decken des künftigen Archivs verstärkt werden. Per Kran werden große Stahlträger eingeschwenkt, die den Decken im Anbau die nötige Traglast verschaffen sollen: Bei Rollregalen muss sie 1,25 Tonnen/Quadratmeter betragen. Für die Klassenräume hatte eine Traglast von 500 Kilogramm/Quadratmeter gereicht.

 


Anbau am neuen ArchivGroßbildansicht
Der auf Stelzen errichtet Anbau hatte den Vorteil, dass die zusätzlichen Klassenraume den Schulhof nicht verkleinerten. Jetzt wird dieser Bereich geschlossen, künftig stehen im Erdgeschoss Rollregale für die Archivalien. Foto: Kreis Gütersloh

Im historischen Schulgebäude werden sich künftig die Büros, die öffentlichen Bereiche wie Präsenzbibliothek, Nutzerraum und Arbeitsräume befinden. Auch die Werkstatt, Lagerräume und Sozialräume kommen hier unter. Die Toiletten werden im Keller untergebracht, dann aber von innen erschlossen. Während der Anbau sich derzeit komplett entkernt präsentiert, sämtliche Trockenbauwände wurden entfernt, ist im vorderen Gebäude bereits die Raumstruktur erkennbar: So sind die Durchbrüche geschaffen worden, die Nutzerraum und Präsenzbibliothek verbinden beziehungsweise Sichtachsen zwischen Aufsicht und der Bibliothek ermöglichen.

 

Im Sommer sollen Stadtarchiv und Kreisarchiv das umgebaute Gebäude beziehen, zwei Archive unter einem Dach, die gemeinsam Bereiche nutzen wie die Präsenzbibliothek. Eigentümer der Immobilie und Bauherr ist der Kreis Gütersloh, die Stadt wird Mieter. Frei für eine Nutzung durch Dritte ist das Obergeschoss. Auslöser der Überlegungen, ein gemeinsames Archiv zu errichten waren Platzprobleme des Stadtarchivs und der Verkauf des Hauses des Bauern in Rheda-Wiedenbrück durch die Landwirtschaftskammer an die Caritas: Das dort untergebrachte Kreisarchiv muss Mitte 2018 ausziehen.