Muss auch sein: Repräsentative Wahlstatistik

Wahlkreis 131 Gütersloh I
Ein Teil der Wahlberechtigten im Kreis Gütersloh wird in die repräsentative Wahlstatistik für den Deutschen Bundestag einbezogen. Foto: Kreis Gütersloh

Um nach Alter und Geschlecht das tatsächliche Wählerverhalten zu erforschen, gibt es die sogenannte repräsentative Wahlstatistik. Auch einige tausend Wählerinnen und Wähler im Kreisgebiet bleiben bei ihrer Stimmabgabe nicht ganz davon verschont:

Bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag sind sechs Wahlbezirke im Kreisgebiet in diese Statistik einbezogen. Ausgewählt wurden dafür vom Landesbetrieb Information und Technik NRW, dem früheren statistischen Landesamt, Wahlbezirke in Gütersloh (042, 172 und 182), Halle (Westf.) (5), Harsewinkel (11) und Rietberg (3). Dies betrifft in diesen Wahlbezirken jedoch lediglich die Urnenwähler im Wahllokal; Briefwähler aus diesen Bezirken werden nicht einbezogen. Anders verhält es sich in der Stadt Verl: Hier wurde der Briefwahlbezirk 20, der die Briefwahl aus den Wahlbezirken 11 - 13 umfasst, für die Statistik ausgewählt. Dort sind also lediglich die Briefwähler in die Statistik einbezogen.

Mit dieser statistischen Auszählung werden nach der Wahl Daten über die Wahlbeteiligung und die Stimmabgabe für die Parteien und Wählergruppen nach Geschlecht und Altersgruppen ermittelt. Die Auswertung erfolgt jedoch nicht vor Ort, sondern nach der Wahl zentral im Landesbetrieb Information und Technik NRW. Ob ein Wahlbezirk in diese amtliche Auswertung des Wählerverhaltens einbezogen ist, kann der Wähler daran erkennen, dass sein Stimmzettel zusätzlich einen Sonderaufdruck in der linken oberen Ecke hat. Diese Sonderaufdrucke teilen die Wähler nach Geschlecht und Geburtsjahren in insgesamt zwölf verschiedene Gruppen ein. So lautet eine Gruppe z. B. „weiblich, geboren 1962 bis 1976“, parallel dazu existiert dann die Gruppe „männlich, divers oder ohne Angabe im Geburtenregister, geboren 1962 bis 1976“.

Das Wahlgeheimnis bleibt dabei in jedem Fall gewahrt; dafür sorgen verschiedene Maßnahmen: So umfasst jede Altersgruppe so viele Wähler, dass daraus keinerlei Anhaltspunkte für die Stimmabgabe einer einzelnen Person gewonnen werden können. Auch werden die Ergebnisse für die statistische Auszählung nicht für den einzelnen Wahlbezirk veröffentlicht. Bei der abendlichen Auszählung im Wahllokal spielt die Statistik keine Rolle; die Stimmzettel werden „normal“ nach Kandidaten und Parteien ausgezählt. Lediglich die Wahlhelfer in den betroffenen Wahllokalen müssen tagsüber ein wenig mehr aufpassen, da sie den Wählern genau den passenden von den zwölf verschiedenen Stimmzettelversionen mit Sonderaufdruck aushändigen müssen. An der Stimmabgabe für die Wähler ändert sich gar nichts. Entsprechend verhält es sich auch für die Briefwähler der dortigen Wahlbezirke 11 – 13; sie haben in den vergangenen Wochen mit den Briefwahlunterlagen ebenfalls einen Stimmzettel mit Sonderaufdruck erhalten.