Muss auch sein:

Repräsentative Wahlstatistik

Um nach Alter und Geschlecht das tatsächliche Wählerverhalten zu erforschen, gibt es die sogenannte repräsentative Wahlstatistik. Auch einige tausend Wählerinnen und Wähler im Kreisgebiet bleiben bei ihrer Stimmabgabe nicht ganz davon verschont:

Bei der Landtagswahl am 15.05.2022 sind sechs Stimmbezirke im Kreisgebiet in diese Statistik einbezogen.  Ausgewählt wurden dafür vom Landesbetrieb Information und Technik NRW, dem früheren statistischen Landesamt, Wahlbezirke in Borgholzhausen (4), Gütersloh (072), Halle (Westf.) (9 und 11), Rheda-Wiedenbrück (15) und Steinhagen (8). Hinzu kommen zwei Stimmbezirke in den Bielefelder Ortsteilen Dornberg und Jöllenbeck (19.5 und 21.6), welche zum gemeinsamen Wahlkreis 94 Gütersloh I - Bielefeld III zählen. Dies betrifft in diesen Stimmbezirken jedoch lediglich die Urnenwähler im Wahllokal; Briefwähler aus diesen Bezirken werden nicht einbezogen. Im Gegensatz zur Bundestagswahl sind auch keine Briefwahlbezirke zusätzlich in die Statistik eingebunden.

Mit dieser statistischen Auszählung werden nach der Wahl Daten über die Wahlbeteiligung und die Stimmabgabe für die Parteien und Wählergruppen nach Geschlecht und Altersgruppen ermittelt. Die Auswertung erfolgt jedoch nicht vor Ort, sondern nach der Wahl zentral im Landesbetrieb Information und Technik NRW. Ob ein Stimmbezirk in diese amtliche Auswertung des Wählerverhaltens einbezogen ist, kann der Wähler daran erkennen, dass sein Stimmzettel zusätzlich einen Sonderaufdruck in der linken oberen Ecke hat. Diese Sonderaufdrucke teilen die Wähler nach Geschlecht und Geburtsjahren in insgesamt zwölf verschiedene Gruppen ein. So lautet eine Gruppe z. B. „weiblich, geboren 1988 bis 1997“, parallel dazu existiert dann die Gruppe „männlich, divers oder ohne Angabe im Geburtenregister, geboren 1988 bis 1997“.


Das Wahlgeheimnis bleibt dabei in jedem Fall gewahrt; dafür sorgen verschiedene Maßnahmen: So umfasst jede Altersgruppe so viele Wähler, dass daraus keinerlei Anhaltspunkte für die Stimmabgabe einer einzelnen Person gewonnen werden können. Auch werden die Ergebnisse für die statistische Auszählung nicht für den einzelnen Stimmbezirk veröffentlicht. Bei der abendlichen Auszählung im Wahllokal spielt die Statistik keine Rolle; die Stimmzettel werden „normal“ nach Kandidaten und Parteien ausgezählt. Lediglich die Wahlhelfer in den betroffenen Wahllokalen müssen tagsüber ein wenig mehr aufpassen, da sie den Wählern genau den passenden von den zwölf verschiedenen Stimmzettelversionen mit Sonderaufdruck aushändigen müssen. An der Stimmabgabe für die Wähler ändert sich gar nichts.