A 33-Gipfel im Kreishaus: "Zügig anfangen und in einem durchbauen"

Gütersloh, 17.02.2012. Der letzte Teilabschnitt der A 33 soll zügig begonnen werden und in einem durchgebaut werden. Das versicherten im Kreishaus Gütersloh Harry K. Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, und Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium.

Minister Harry K. Voigtsberger und Staatssekretär Enak Ferlemann, hier zusammen mit Klemens Keller, Bürgermeister von Borgholzhausen, und Landrat Sven-Georg Adenauer bei der Pressekonferenz im Kreishaus Gütersloh
Sorgten für Verbindlichkeit und klare Aussagen zur hohen Priorität, die der A 33-Lücken-schluss bei Land und Bund hat: Minister Harry K. Voigtsberger (r.) und Staatssekretär Enak Ferlemann (2.v.l.), hier zusammen mit Klemens Keller (l.), Bürgermeister von Borgholzhausen, und Landrat Sven-Georg Adenauer.

Mit Landrat Sven-Georg Adenauer, auf dessen Einladung beide nach Gütersloh gekommen waren, vereinbarten sie zudem jährliche Treffen, um den Baufortschritt im Blick zu behalten. 28,3 Kilometer lang ist die Lücke der Autobahn 33 zwischen der A 2 und Borgholzhausen. In zwei Bauabschnitten wird derzeit gebaut, Spatenstich für den letzten Abschnitt Halle/Westf. - Borgholzhausen soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Seit über 40 Jahren warten die Menschen in der Region darauf, dass die Autobahn zu Ende gebaut wird. "Ich weiß, dass die Erwartungshaltung hier vor Ort sehr hoch ist", erklärte Voigtsberger. "Für das Land NRW steht der Lückenschluss der A 33 sehr weit oben auf Prioritätenliste", versicherte er. Aus seiner Sicht ist durch die Zusage des Bundes, dass die Finanzierung des letzten Abschnitts Halle/Westf. - Borgholzhausen gesichert sei, eine wesentliche Vorrausetzung erfüllt. "Nehmen Sie es uns ab", sagte Voigtsberger im Pressegespräch, "das bringen wir zu einem guten Ende."

Landrat Adenauer hatte gegenüber Bund und Land den Gesprächstermin angeregt, um mehr Verbindlichkeit zu erhalten. "Wir haben die Ankündigung, dass noch in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgt. Aber was ist in den Folgejahren?" Denn der Baufortschritt orientiere sich an den jährlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Sowohl Adenauer als auch Anne Rodenbrock-Wesselmann, Bürgermeisterin Halle/Westf., und Klemens Keller, Bürgermeister Borgholzhausen, hatten schriftlich gegenüber der Landesregierung klare Zusagen eingefordert.

Karte zum A 33 Lückenschluss Quelle: Straßen.NRW
Karte zum A 33 Lückenschluss

Staatssekretär Ferlemann ließ keinen Zweifel daran aufkommen, welch hohe Bedeutung die A 33 auch für den Bund hat. Er rechne mit einer Zunahme des Güterverkehrs nicht zuletzt über die Seehäfen - Ferlemann kommt aus Cuxhaven. Die Alternativrouten A 1 und A 2 seien ohnehin überlastet: "Wir haben ein sehr großes Interesse daran, dass die A 33 zügig fertig wird." Man wolle den Bau des letzten Abschnitts in 2012 beginnen und in ganzer Länge durchbauen. "Nur so ist der volle Verkehrswert der A 33 sicher gestellt." Er wolle zusammen mit Minister Voigtsberger heute allen in der Region die Sorge nehmen, die glauben, es gehe nicht zügig voran. Ferlemann: "Wir haben eine mittelfristige Finanzplanung. Die Finanzierung ist über den Zeitraum, der absehbar ist, gesichert."

Von links: Klemens Keller, Bürgermeister von Borgholzhausen, Staatssekretär Enak Ferlemann, Landrat Sven-Georg Adenauer, Minister Harry K. Voigtsberger, Gerhard Weber, Vorstandsvorsitzender der Gerry Weber International AG,  Anne Rodenbrock-Wesselmann, Bürgermeisterin Halle/Westf.
Zum Abschluss des Gipfels gab es vom Aktionsbündnis Lebkuchen mit der Aufschrift A 33 sofort für die Beteiligten (v.l.): Von links: Klemens Keller, Bürgermeister von Borgholzhausen, Staatssekretär Enak Ferlemann, Landrat Sven-Georg Adenauer, Minister Harry K. Voigtsberger, Gerhard Weber, Vorstandsvor-sitzender der Gerry Weber International AG, Anne Rodenbrock-Wesselmann, Bürgermeisterin Halle/Westf.

Noch in diesem Jahrzehnt, so Ferlemann, werde die A 33 fertig gebaut. Nicht nur Landrat Adenauer zeigte sich nach dem Gespräch zufrieden. Für Rodenbrock-Wesselmann waren die Ergebnisse des Besuchs "verbindliche und persönliche Auskünfte". Adenauer: "Mich haben heute beide Vertreter von Land und Bund überzeugt, dass sie voll hinter dem Projekt A 33 stehen."

12,6 Kilometer lang ist der letzte Abschnitt des A 33-Lückenschlusses zwischen Steinhagen und Borgholzhausen, 38 Brückenbauwerke sind zu errichten. Rund sechs Jahre wird der Bau des letzten A 33-Abschnitts vermutlich dauern. Eine verbindliche Aussage, wann der Abschnitt Steinhagen (7,8 Kilometer), der seit 2009 im Bau ist, fertig wird, gibt es momentan nicht. Seit 2007 ist der Bielefelder Teilabschnitt (7,9 Kilometer) im Bau. Der Lückenschluss insgesamt kostet rund 342 Millionen Euro.

Nachdem im vergangenen Jahr der Planfeststellungsbeschluss für den letzten Bauabschnitt vorlag, gab es eine Wende in der langen A 33-Geschichte. Nicht die Klage des Bundes für Natur und Umweltschutz, die keine aufschiebende Wirkung hat, sondern Finanzierungsprobleme drohten den Lückenschluss hinauszuzögern, hieß es plötzlich. Seitdem ist der Druck in der Region auf die Entscheidungsträger gewachsen und mündete in der Gründung des Aktionsbündnisses "A 33 sofort", dessen Vorsitzender Adenauer ist. Seine Mitstreiter nahmen ebenfalls an dem Gespräch mit Bund und Land teil: Die beiden Vorstandsmitglieder Anne Rodenbrock-Wesselmann (Bürgermeisterin Halle/Westf.) und Klemens Keller (Bürgermeister Borgholzhausen) sowie der Beisitzer Gerhard Weber, Vorstandsvorsitzender der Gerry Weber International AG (Halle/Westf.).