Aktionswoche "Pro Ausbildung": Gemeinsam möglichst viele Jugendliche in Ausbildung bringen

Gütersloh, 23.02.2012. 50 Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und des Kreises Gütersloh haben in der kommenden Woche nur ein gemeinsames Ziel vor Augen: Möglichst viele Ausbildungsplätze für diejenigen aufzutun, die noch keinen Platz gefunden haben.

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An der gemeinsamen Aktionswoche "Pro Ausbildung" beteiligen sich 21 Mitarbeiter des Arbeitgeberservices und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Gütersloh, neun Fallmanager des Jobcenters Kreis Gütersloh sowie die 20 Übergangscoaches der Haupt- und Gesamtschulen im Kreis Gütersloh.

"Alle Unternehmen sollten sich noch einmal Gedanken machen, ob sie entweder einen unserer unversorgten Jugendlichen einstellen oder einen weiteren Ausbildungsplatz anbieten können, wenn die Mitarbeiter von Agentur und Kreis in der nächsten Woche vorbeischauen", meint Heike Zarling, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit in Gütersloh. Ziel sei es, in der Woche vom 27. Februar bis zum 2. März möglichst vielen der noch unversorgten Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten. Noch sind über 1.000 Jugendliche im Kreis Gütersloh auf der Suche nach einer Lehrstelle.

Die Zahl der bei Arbeitsagentur und dem Jobcenter gemeldeten Ausbildungsplatzbewerber ist ähnlich hoch wie im letzten Jahr. Dagegen sind in diesem Jahr (wie bereits im vergangenen Jahr) mehr Arbeitgeber bereit, Ausbildungsplätze anzubieten. Rolf Erdsiek, Abteilungsleiter Fallmanagement im Jobcenter Kreis Gütersloh: "Allerdings passen Bewerber- und Ausbildungsplatzprofil nicht immer sofort zusammen. Hier gilt es für beiden Seiten Zugeständnisse zu machen. Nur so kann dem drohenden Fachkräftemangel wirksam begegnet werden."

Die Beratungsfachkräfte der Agentur für Arbeit werden in der nächsten Woche schwerpunktmäßig Sprechstunden an den Schulen durchführen und die Jugendlichen über berufliche Alternativen informieren. Zarling: "Nicht immer lässt sich der Traumberuf realisieren, daher versuchen wir ihnen aufzuzeigen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt." Die Berufsberater machen ganz konkrete Vermittlungsvorschläge und checken auch die Bewerbungsunterlagen.

Der Arbeitgeberservice der Agentur und die Ausbildungsstellenvermittler des Jobcenters werden Arbeitgeber besuchen und Bewerberprofile vorschlagen sowie versuchen, in den Berufen mit Fachkräftebedarf weitere Ausbildungsstellen einzuwerben. Das Jobcenter Kreis Gütersloh wird in der Aktionswoche mit neun Jugend-Fallmanagern auf Arbeitgeber zugehen und bewerberorientiert nach passenden Ausbildungsplätzen fragen. Den Arbeitgebern sollen Bewerberprofile vorgestellt und wenn möglich bereits konkrete Vorstellungsgespräche vereinbart werden.

Die 20 Übergangscoaches des Kreises Gütersloh beraten Schüler der Haupt- und Gesamtschulen auch in der Aktionswoche intensiv, pflegen gezielt Betriebskontakte und stehen mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit und Fallmanagern des Jobcenters im engen Austausch, um somit den Jugendlichen optimale Voraussetzungen zu bieten.