Ausschuss folgt einstimmig Empfehlung des Gutachters: Kreisleitstelle soll in Neubau der Stadt einziehen

Gütersloh, 30.01.2013. In den von der Stadt Gütersloh geplanten Neubau der Feuer- und Rettungswache soll auch wieder die Kreisleitstelle integriert werden. Das beschloss der Gesundheitsausschuss des Kreises Gütersloh in seiner Sitzung am Montag, 28. Januar, einstimmig.

Kreisleitstelle
Leitstelle des Kreises Gütersloh

In der Sitzung hatte der Gutachter Jürgen Huber (Firma Orgakom Analyse + Beratung) das Für und Wider einer gemeinsamen und einer eigenen Kreisleitstelle erläutert. Sein klares Votum: Die bisher gemeinsam betriebene Leitstelle von Kreis und Stadt Gütersloh biete - für beide Seiten - vor allem Vorteile, fachlich und finanziell.

Die Stadt Gütersloh beabsichtigt, den bestehenden Gebäudekomplex für die Berufsfeuerwehr, den Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Gütersloh, den Rettungsdienst der Stadt Gütersloh sowie der gemeinsamen Leitstelle an der Friedrich-Ebert-Straße durch einen Neubau an anderer Stelle zu ersetzen. Sämtliche Notrufe aus dem Kreisgebiet gehen in der Leitstelle in Gütersloh ein, im vergangenen Jahr waren dies 155.000. Diese führten zu 42.000 Einsätzen, die weit überwiegende Zahl davon Rettungseinsätze (über 90 Prozent).

Der Kreis Gütersloh ist zuständig für den Rettungsdienst und Feuerschutz in weiten Teilen des Kreises sowie für den Katastrophenschutz. Die Stadt Gütersloh ist zuständig für Rettungsdienst und Feuerschutz im Stadtgebiet. Die Mitarbeiter der Kreisleitstelle stellt die Stadt Gütersloh, der Kreis hat die Verantwortung und erstattet die Kosten. Die belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten.

Der Kreisleitstelle selbst bescheinigte Gutachter Huber ein "sehr hohes technisches und organisatorisches Niveau". Sie erhielt das Prädikat "mustergültig". Systematisch erläuterte Huber den Mitgliedern des Kreis-Gesundheitsausschusses seine Vorgehensweise: Im Kern standen dabei 13 Fragen, auf die der Gutachter Antworten gesucht hatte. Bietet eine eigene Kreisleitstelle in der Nähe des Kreishauses Gütersloh mehr Vorteile als eine gemeinsam mit der größten Stadt im Kreis betriebene? Für Huber ganz eindeutig nicht, in fast allen Belangen sticht die gemeinsam betriebene Leitstelle eine mögliche eigene Leitstelle aus - sowohl unter fachlichen als  auch unter Kostenaspekten.

Huber ging sogar noch einen Schritt weiter. Er regte an, dass die bereits begonnene Vernetzung der Leitstellen mit denen anderer Städte und Kreise fortgesetzt werden soll. In diesem Netz könne man sich gegenseitig unterstützen und Einsätze disponieren.