DRK bittet zur Blutspende: Die Chefs müssen bluten

Kreis Gütersloh, 14.01.2013. Zwei Tage lang haben die Mitarbeiter der Kreissparkasse Wiedenbrück, der Kreispolizeibehörde, des Wertkreises und des Kreises Gütersloh in den beiden Kreishäusern wieder Gelegenheit, mit Blut Leben zu retten, am heutigen Dienstag von 9 bis 13 Uhr im Kreishaus Gütersloh.

Landrat Sven-Georg Adenauer mit Christoph Wisniewski und Werner Twent, Mitglieder des Vorstands der Kreissparkasse Wiedenbrück, bei der Blutspende.
Vor der Spende werden die Personen untersucht, unter anderem auf den Gehalt an rotem Blutfarb-stoff. Katharina Hausmann und Stephanie Dirkschnieder (vorn) vom DRK verarzten hier gerade v.l. Werner Twent, Sven-Georg Adenauer und Christoph Wisniewski. Normalerweise findet dies diskret in Einzelgesprächen statt.

Mit gutem Beispiel voran ging der Chef der Verwaltung: Für Landrat Sven-Georg Adenauer war es bereits die 15. Blutspende. Zusammen mit Christoph Wisniewski und Werner Twent, Mitglieder des Vorstands der Kreissparkasse Wiedenbrück, die beide schon über zehnmal gespendet haben, gehörte er zu den ersten im Sitzungssaal im Kreishaus Wiedenbrück. Für die laufende Aktion sind bereits 60 Personen pro Spendentag vorangemeldet. "Etwas weniger als in den Vorjahren", kommentiert Erich Poprawe aus der Gesundheitsabteilung, "da geht noch was."

Bereits 1991 wurde die Aktion mit dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Münster sowie den Ortsverbänden des DRK aus Gütersloh und Wiedenbrück ins Leben gerufen. Organisiert wird die Blutspendeaktion von der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh. Ein präziser Zeitplan sorgt dafür, dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.

Landrat Sven-Georg Adenauer mit dem Blutentnahmebesteck in der Hand
"Jetzt lacht er noch", kommentierte der Landrat dieses Foto mit dem Blutentnahmebesteck in der Hand. Kurz darauf hieß es: Adenauer zum Aderlass.

Mit gutem Beispiel voran. Dem guten Beispiel nach.

Wer dem Beispiel der Lebensretter in Wiedenbrück folgen möchte, erfährt unter der kostenlosen Hotline-Nummer 0800-1194911, wann die nächsten Blutspendeaktionen in der Umgebung stattfinden. Blutspender müssen zwischen 18 und 68 Jahre alt sein (Neuspender: höchstens 60 Jahre) und sich gesund fühlen. Zwischen zwei Blutspenden ist ein Mindestabstand von acht Wochen erforderlich.

Für eine Blutspende sollte man sich etwa eine Stunde Zeit nehmen. Nach der Anmeldung und einigen Voruntersuchungen kommt die eigentliche Blutentnahme, die etwa fünf bis sieben Minuten dauert. Danach folgt eine zehnminütige Ruhephase. Anschließend lädt das Rote Kreuz zu einem Imbiss ein. Und danach? Nach der Blutspende bleibt nicht nur das gute Gefühl, anderen geholfen zu haben.

Jeder Blutspender erhält Informationen über seine Gesundheit. Körpertemperatur, Blutdruck, Puls und Blutfarbstoff-Wert werden gemessen. Nach der Blutspende wird die Blutgruppe des Spenders bestimmt bzw. bestätigt. Untersucht wird außerdem, ob eine Lebererkrankung (Hepatitis), die Geschlechtskrankheit Syphilis oder eine HIV-Infektion (AIDS) vorliegt.

Frisches Blut ist immer gefragt, weil viele Operationen ohne Bluttransfusionen nicht möglich sind. Auch in der Krebstherapie werden häufig Blutpräparate benötigt. Das Rote Kreuz weist darauf hin, dass mittlerweile etwa jede fünfte Blutkonserve für die Behandlung eines Krebspatienten eingesetzt wird. Da die Zahl der Krebserkrankungen zunimmt, wird tendenziell immer mehr Blut gebraucht.