Initiative Sonne sucht Dach geht mit kreisweitem Solardachkataster online: Solarpotenzial per Mausklick ermitteln

Gütersloh, 10.01.2013. Was bislang nur in einzelnen Kommunen möglich war, geht nun in der gesamten Region. Per Mausklick erhalten alle Haus- und Wohnungseigentümer sowie Bauherren im Kreisgebiet eine erste Einschätzung dar-über, ob sich ihr Dach für eine Solarthermie- oder Photovoltaikanlage eignet.

Vertreter des Kreises, der Kommunen, einiger örtlicher Kreditinstitute und Energieversorger, der Energieberatungsinitiative ALTBAUNEU sowie der Firma Geoplex mit dem Banner des Solardachkatasters
Geben den Startschuss für das kreisweite Solardach-kataster: Vertreter des Kreises, der Kommunen, einiger örtlicher Kredit-institute und Energiever-sorger, der Energieberatungs-initiative ALTBAUNEU sowie der Firma Geoplex. V.l.: Bernd Haak (Kreissparkasse Halle), Gerd Lemmen (HSK-Innung), Wilhelm Gröver (Kreis Gütersloh), Gabi Siepen (Gemeinde Steinhagen), Henrich Hardieck (Geoplex), Klaus Schnieder (Volksbank Rietberg), Bernd Schüre (Stadt Gütersloh), Stefanie Scharf (Stadt Schloß Holte-Stukenbrock), Stephan Borghoff (Stadt Halle), Dorothee Kohlen (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Dirk Nolkemper (Stadt Borgholz-hausen), Simone Bille (Sparkasse Gütersloh), Uwe Schiewe (Gemeinde Herzebrock-Clarholz), Tanja Holtkötter (Volksbank im Ostmünsterland), Friedhelm Drüner Kreishandwerker-schaft Gütersloh), Werner Schröder (Stadt Werther), Annette Teismann (Sparkasse Gütersloh), Norbert Wichmann (Stadt Versmold), Kim Ortmeier (Kreis Gütersloh).

Der in dem kreisweiten Solardachkataster integrierte Ertragrechner berücksichtigt Verschattungseffekte und bezieht den Eigenverbrauch von Strom in die Berechnung mit ein. Eine Solardachbörse auf der Plattform bringt potenzielle Investoren und Verpächter von Dachflächen zusammen.

Das kreisweite Solardachportal, das unter www.solarkataster-kreis-gt.de abrufbar ist, führt den Nutzer einfach und schnell in das gewünschte örtliche Kataster. Das Online-Portal wurde heute vom Kreis Gütersloh, den Kommunen, einigen Kreditinstituten, Energieversorgern, der Kreishandwerkerschaft sowie der Firma Geoplex und der Energieberatungsinitiative ALTBAUNEU als wesentliche Partner online gestellt. Das Kataster ist Bestandteil der Initiative "Sonne sucht Dach", die der Kreis Gütersloh mit den zuvor genannten Akteuren auf der Baumesse im A2 Forum am 1. Februar 2013 startet.

"Die Solardachinitiative auf Grundlage einer kreisweiten Internetkarte ist für uns ein wichtiger Baustein, um dem erklärten Ziel des Kreises - bis 2050 energieautark zu werden - näher zu kommen", erklärt Landrat Sven-Georg Adenauer. "Der Anteil Solardächer zur Strom- und Wärmeerzeugung soll nach unserer Vorstellung bis 2020 auf 40 Prozent der geeigneten Dächer ansteigen." Aktuell werden im Kreis Gütersloh 100.000 Megawattstunden Strom von rund 7000 Photovoltaikanlagen erzeugt. Das sind etwa 4,6 Prozent des Stromverbrauches. Die derzeit vorhandenen solarthermischen Anlagen produzieren 14.500 Megawattstunden Wärme. Ein minimaler Anteil, wenn man bedenkt, dass der Verbrauch kreisweit bei rund 6,5 Millionen Megawattstunden Heizenergie liegt.

Das Solardachkataster soll bei den Bürgern das Interesse an der Errichtung einer Anlage auf dem eigenen Dach erhöhen und zusätzliche Investitionen in die Solarenergie auslösen. Die statistische Auswertung der Katasterdaten für den Kreis zeigt, dass es kreisweit rund 420.000 Dachflächen gibt. Davon kommen etwa 190.000 Dächer für die Errichtung einer Solaranlage in Frage. In die Zählung sind alle Teilflächen über vier Quadratmeter auf einem Gebäude eingeflossen. Auf Grund des großen Investitionspotenzials, das auf den Dächern im Kreis Gütersloh schlummert, haben einige örtliche Volksbanken und Sparkassen sowie die Stadtwerke Gütersloh und die RWE den kostenlosen Service für die Bürger finanziert. Die Kreishandwerkerschaft steuert gemeinsam mit dem Reckenberg-Berufskolleg Anschauungsobjekte für die Kampagne bei.

Broschüren zur Baumesse
Vorträge für Fachleute und Verbraucher zum Thema Photovoltaik (Eigen-verbrauchs- und Bürgerenergieanlagen) runden das Informations-angebot auf der Baumesse im A2 Forum ab.

"Die Baumesse im A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück bietet eine gute Möglichkeit, das Solardachkataster im Kreis Gütersloh der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Am ALTBAUNEU-Energieberatungsstand erreichen wir weit über Tausend Verbraucher und können gleich eine Beratung durch die unabhängigen Energieexperten am Stand anbieten", freut sich Ursula Thering, Projektleiterin beim Kreis. Eine Fortbildung für Fachleute am Samstag, 2. Februar 2013, sowie zwei Verbrauchervorträge zum Thema am 2. und 3. Februar 2013 runden das Informationsangebot zum Schwerpunktthema Photovoltaik am Messewochenende ab (siehe Infos unten).

Die weiteren Planungen der Initiative "Sonne sucht Dach" laufen auf Hochtouren. Das Informations- und Beratungsangebot zur solaren Strom- und Wärmeerzeugung soll 2013 vor Ort ausgebaut werden. Aktionstage und -wochen in einigen Kommunen, die Präsentation des Themas auf den Immobilientagen der Kreditinstitute sowie eine ALTBAUNEU-Beratungsaktion für Hausbesitzer stehen auf dem Programm. Ebenso wird es Veranstaltungen und Aktionen für Unternehmen geben.

Aktuelle Informationen zum Solardachkataster und zur Kampagne "Sonne sucht Dach" sind abrufbar unter www.solarkataster-kreis-gt.de bzw. unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh. Dort wird in nächster Zeit auch ein kreisweiter Veranstaltungskalender eingerichtet. Fragen beantwortet zudem die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh unter Tel. 05241-85 2762 oder geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.

Infos zu Vorträgen und Fortbildungen

Fortbildung für Fachleute (Architekten, Ingenieure, Energieberater und Planer)

Samstag, 2. Februar 2013, 10.30 bis 13.15 Uhr, "Photovoltaik - Energie intelligent nutzen", Teilnehmergebühr: 20 Euro, von der AKNW und der IKBau NRW anerkannt, Anmeldung beim Kreis Gütersloh unter Tel. 05241 - 85 2703 oder per Mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Verbrauchervorträge

Samstag, 2. Februar 2013, 15.15 bis 16.15 Uhr, Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpe - ein starkes Team, Referent Sven Kersten, EnergieAgentur.NRW

Sonntag, 3. Februar 2013, 11.30 bis 12.30 Uhr, "Bürgerenergieanlagen - ein Modell für jeden?", Referentin Christina Wallraf, Verbraucherzentrale NRW


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