Landrat kritisiert "Wahlkämpfer Klute": Ausreichend Kindergartenplätze in Versmold - Sogar Nachrücker bekommen einen Platz

Versmold/Gütersloh, 22.01.2013. Die Situation in den Kindergärten in Versmold wird sich mit dem neuen Kindergartenjahr ab August entspannt darstellen: "Sogar für Nachrücker sind noch Plätze vorhanden", stellt Lothar Busche, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sozialer Dienst klar.

Kindergartenkinder spielen mit Bauklötzen

Gespräche der Träger der Kitas in Versmold in der vergangenen und in dieser Woche haben ergeben, dass sämtliche Anmeldungen für Über- und Unter-Dreijährige berücksichtigt werden können und allen Eltern ein Angebot gemacht werden kann. Hauptgrund dafür ist, dass der AWO-Kindergarten Villa Kunterbunt mit vier Gruppen weitergeführt wird. Zum neuen Kindergartenjahr startet zudem der neue AWO-Kindergarten auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses.

"Wir planen das Kindergartenangebot im Kreis Gütersloh immer im Einvernehmen mit den Kommunen und den Trägern vor Ort", betont Landrat Sven-Georg Adenauer, der stets Wert drauf legt, dass Kommunen und Kreis als eine kommunale Familie agieren. Umso erstaunter zeigt er sich über die Kritik von Versmolds Bürgermeister Thorsten Klute. Das Kreisjugendamt stehe im ständigen Austausch mit allen Beteiligten, um den ab dem Sommer geltenden Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz auch für die Ein- bis Dreijährigen zu erfüllen. Adenauer: "Das müsste Bürgermeister Klute eigentlich auch wissen, aber offenbar befindet er sich bereits im Wahlkampfmodus. Anders kann ich mir das nicht erklären."

Mittelfristig wird laut Prognose der Abteilung Jugend, Familie und Sozialer Dienst in Versmold noch eine weitere Kita benötigt. Denn Busche und seine Mitarbeiter gehen davon aus, dass in naher Zukunft bis zu 65 Prozent der Zweijährigen eine Kita besuchen werden. Zurzeit führen Busche, Marianne Tröster und Ullrich Poggenklaß in allen Kommunen, für die das Jugendamt des Kreises Gütersloh zuständig ist, Gespräche mit den Trägern. Das Ergebnis dieser Gespräche wird die Festlegung der Angebotsstruktur für das kommende Kindergartenjahr sein, über die der Jugendhilfeausschuss am 11. März beschließt. 93 Kitas - inklusive der Betriebskindergärten - fallen in die Planungszuständigkeit des Kreises.