Netzwerk zum Übergang Schule und Beruf: Infoveranstaltung für türkischstämmige Schüler

Rietberg, 09.03.2012. Wie geht es weiter nach der Schule? Welche Perspektiven ergeben sich mit welchem Schulabschluss? Bei einer Eltern-Infoveranstaltung in Rietberg konnten sich Eltern und Schüler informieren, welche Möglichkeiten und Chancen es nach der Schule gibt.

Initiatoren der Infoveranstaltung für türkischstämmige Schüler
Informierten teils in türkischer Sprache die Eltern und Schüler (v.l.) Zeycan Yesilkaya, Werner Bohnenkamp, Fatma Yüksel (Vorstand Kreisschulpfleg-schaft), Martin Hillemeyer und Sebnem Rohani (Migrationsbeauftragte der Agentur für Arbeit in Bielefeld).

Mitarbeiter des Bildungsbüros und des Jobcenters des Kreises Gütersloh, der Agentur für Arbeit, des Familienzentrums, der Stadt Rietberg, der Fortbildungsakademie Reckenberg-Ems, der Kreisschulpflegschaft, der Abteilung Jugend, Familie und sozialer Dienst, Schulsozialarbeiter und Übergangscoaches der Rietberger Schulen trafen sich mit türkischstämmigen Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 10 und ihren Eltern in der Neuenkirchener DiTiB-Moschee.

Zeycan Yesilkaya vom Bildungsbüro des Kreises Gütersloh, die zu der Veranstaltung eingeladen hatte, lobte die gute Zusammenarbeit mit allen Akteuren, insbesondere mit den beiden Moscheevereinen in Rietberg und Neuenkirchen. In Kurzvorträgen, die in der türkischen Sprache gehalten wurden, betonten die Referenten am Beginn des Treffens die Notwendigkeit der engen Begleitung der jungen Leute durch ihre Eltern und stellten die Angebote im Kreis Gütersloh und die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten vor. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler in individuellen Gesprächen mit den Referenten und anderen Fachkräften Fragen zum Übergang Schule und Beruf stellen.

Die Experten der verschiedenen Fachdienste, teils mit eigener Zuwanderungsgeschichte, konnten den Eltern und ihren Kindern wichtige Tipps geben und wollen sich auch weiterhin als "Kümmerer" engagieren.

Mit weiteren gezielten Veranstaltungen sollen auch Eltern mit jüngeren Kindern unterstützt werden. "Integration braucht Zeit, Menschen brauchen Zeit", stellt Martin Hillemeyer, Integrationsbeauftragter der Stadt Rietberg klar und betont: "Gemeinsam begeben wir uns auf einen guten Weg."