1. Mobile Retter Symposium: Fachwelt informiert und diskutiert mit Entscheidern

Gütersloh, 13.05.2016. Die medizinische Fachwelt bejubelt das Projekt, bei Wettbewerben wie zuletzt dem von Google gewinnen die Mobilen Retter einen Preis nach dem anderen.

Logo Mobile Retter

Und doch gibt es für Entscheider, Politiker und Verwaltungsfachleute ganz andere Fragen, die sie beschäftigen: Wie implementiere ich das System der Mobilen Retter in meine Leitstelle? Was kostet mich das bei der Einführung und was danach? Sind die Mobilen Retter beim Einsatz versichert? Diese und viele weitere Fragen sollen beim 1. Mobile Retter Symposium am 16. Juni  im Kreishaus Gütersloh thematisiert werden, zu dem der Kreis Gütersloh und der Verein Mobile Retter gemeinsam einladen. Die Terminankündigung wurde landesweit über die kommunalen Spitzenverbände gestreut. Zahlreiche namhafte Referenten wie Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Vorsitzender des Bundesverbandes der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Prof. Dr. Bernd Böttiger, Vorsitzender des Deutschen Rats für Wiederbelebung, Dr. Frank Stollmann vom NRW-Gesundheitsministerium und viele mehr haben die Organisatoren für das 1. Mobile Retter Symposium gewinnen können.

"Wenn auch aus notfall-medizinischer Sicht jegliches System zur Verkürzung des reanimationslosen Intervalls notwendig und erforderlich ist, so sind dennoch Skepsis und Zurückhaltung derer verständlich, die die gesamten Folgen einer Implementierung des Systems Mobile Retter politisch und juristisch verantworten müssen. Wer sucht die Helfer aus? Wer schult sie? Zu welchen Notfällen soll alarmiert werden und zu welchen eben nicht? Wie sicher ist der Helfer? Es stellen sich Fragen zur Versicherung und nicht zuletzt zum Datenschutz des Helfers aber auch der Patienten. Diesen Fragen stellen wir uns. Und wir haben bereits viele Antworten, die wir mit Ihnen erörtern möchten", gibt Landrat Sven-Georg Adenauer einen Ausblick auf die Veranstaltung. Der Kreis Gütersloh war Vorreiter und erkannte früh das Potenzial der Erfindung von Dr. Ralf Stroop, Diplom-Biochemiker und Arzt aus Halle/Westf..

Die Idee des Haller Notarztes basiert auf einer Smartphone-App, über die parallel zum Rettungsdienst derjenige ausgebildete Helfer zusätzlich geortet und alarmiert wird, der sich zufällig in der Nähe des Einsatzortes aufhält. Die Idee kam Stroop, als er im Garten saß und das Martinshorn hörte. Als er merkte, dass Rettungs- und Notarztwagen in der Nachbarstraße hielten, kam ihm der entscheidende Gedanke: "Ich wäre doch viel früher beim Patienten gewesen." Das System Mobile Retter rettet Menschenleben - und zwei Gerettete sowie ihre Mobilen Retter werden den Auftakt des Symposiums bestreiten.

Das 1. Mobile Retter Symposium beginnt vormittags um 8 Uhr und dauert den ganzen Tag. Tagungsleiter Bernd Strickmann, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Kreis Gütersloh, hat ein Programm mit zahlreichen Vorträgen, Diskussionen und einer abschließenden Podiumsdiskussion organisiert. Als Referenten und Diskussionsteilnehmer konnte er Fachleute der unterschiedlichsten Disziplinen gewinnen. Online-Anmeldungen sind unter www.comed-kongresse.de möglich.