Austausch von Landtagsabgeordneten und Gleichstellungsbeauftragten: Politik verspricht Unterstützung

Gütersloh, 10.06.2016. Die Gleichstellungsbeauftragten der Kreise in Ostwestfalen-Lippe trafen sich diese Woche mit Landtagsabgeordneten im Kreishaus Gütersloh zum Austausch über gleichstellungspolitische Themen.

Die Politiker und die Gleichstellungsbeauftragten
Die Gleichstellungsbeauftragten aus OWL und Landtagsabgeordnete aus der Region tauschten sich im Kreishaus Gütersloh aus (v.l.) Elisabeth Voigtländer (Kreis Paderborn), Nicole Krüger (Kreis Lippe), Gabriele Böker (Kreis Höxter), Ursula Doppmeier (CDU-Landtagsabgeordnete), Hans Feuß (SPD-Landtagsabgeordneter), Regina Kopp-Herr (SPD-Landtagsabgeordnete), Wibke Brehms (Grünen-Landtagsabgeordnete), Silke Vahrson-Hildebrand (Kreis Herford) und Ellen Wendt (Kreis Gütersloh). Foto: Kreis Gütersloh

Ganz oben auf der Agenda stand der Gesetzentwurf der Landesregierung zur Neuregelung des Gleichstellungsrechts, der bis zum Jahresende verabschiedet werden soll.

Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Wibke Brehms (Grüne), Ursula Doppmeier (CDU), Hans Feuß , Regina Kopp-Herr (beide SPD) und der Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsstellen NRW, Monika Lüpke, wurden die aktuelle Situation und mögliche Verbesserungen für die Gleichstellungsarbeit im öffentlichen Dienst diskutiert. Die Gesprächsrunde begrüßte die im vorliegenden Gesetzentwurf formulierten Neuregelungen zur Stärkung der Position der Gleichstellungsbeauftragten, zur Verbesserung von Karrierechancen und zum Abbau bestehender Benachteiligungen. Für die verbindliche Umsetzung der Neuregelungen kündigte Kopp-Herr, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag, entsprechende Handlungsempfehlungen an, die dabei helfen sollen, die interne Gleichstellungsarbeit in den Kommunen effektiver zu gestalten.

Darüber hinaus stellten die Gleichstellungsbeauftragten ein Ostwestfalen-Lippe-weites Mentoring-Programm 'Politik braucht Frauen' vorgestellt, das mit Unterstützung durch das Helene-Weber-Kolleg im Herbst 2016 startet und Frauen zur  Mitwirkung in den Kommunalparlamenten motivieren soll. Die Landtagsabgeordneten sagten ihre Unterstützung für dieses Projekt zu.

Die Gastgeberinnen sprachen gegenüber den Vertretern der Politik ein weiteres wichtiges Thema an: Den Ausbau von spezialisierten Angeboten zur Täterarbeit in Ostwestfalen-Lippe. In vielen Regionen in NRW gibt es bereits entsprechende Angebote, die auch durch Fördermittel vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt werden, so zum Beispiel die Beratungsstelle Man-o-man in Bielefeld oder KIM in Paderborn. Die Landesmittel reichen aber für die Absicherung von neuen Täterberatungsangeboten, wie zum Beispiel in Gütersloh, nicht aus. Die  Landtagsabgeordneten wurden dringend gebeten, sich für eine Aufstockung der Fördermittel durch das Land NRW einzusetzen.

Abschließend waren sich alle einig, dass der Austausch  eine gute Gelegenheit ist, Landespolitik  und  kommunale Gleichstellungspolitik  zu verzahnen. Ziel sei es, darin waren sich alle einig, weiter im Gespräch zu bleiben.