Genehmigungen für Windenergieanlagen auf der Marburg bestätigt

Rheda-Wiedenbrück/Minden, 23.05.2016. Der Kreis Gütersloh hat bei der Genehmigung der Windenergieanlagen in Rheda-Wiedenbrück Marburg richtig gehandelt, das bestätigte heute das Verwaltungsgericht Minden.

Geklagt hatten Nachbarn der sieben Windkraftanlagen, die auf der Marburg, in der Nähe des Gewerbegebietes Aurea, errichtet wurden.

Der Kreis Gütersloh als zuständige Genehmigungsbehörde hatte im Juni 2015 die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für fünf Windkraftanlagen mit jeweils 207 Metern Höhe ausgestellt. Hinzu kamen zwei kleinere Windkraftanlagen mit rund 180 Metern. Beklagt wurden in acht verschiedenen Verfahren die Lärmbelästigung, der Schattenwurf und die optisch bedrängende Wirkung. Ebenso bemängelten die Kläger, dass die Umweltverträglichkeitsvorprüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden sei. Mehrere Vogelhorste, die möglicherweise durch Wespenbussarde bewohnt sein könnten, seien nicht berücksichtigt worden. Die Kläger waren ebenso der Meinung, der Denkmalschutz sei nicht ausreichend berücksichtigt. Die Windenergieanlagen lägen demnach zu dicht am Kulturgut Haus Nottbeck, am Kreuzweg und an der Kreuzkirche Stromberg.

Das Verwaltungsgericht Minden wies alle Klagen gegen den Kreis Gütersloh zurück. Richter Burkhard Bünte sagte in der Begründung, dass durch die Windkraftanlagen keine schädlichen Umwelteinwirkungen durch Schattenwurf, Lärm und tieffrequenten Schall entstehen. Ebenso sei die Umweltverträglichkeitsvorprüfung ordnungsgemäß durchgeführt worden. Darin wurden auch die Horste der Bussarde bewertet und festgestellt, dass diese sich weit genug entfernt befinden und diese Arten zudem nicht zu den signifikant gefährdeten Vogelarten gehören. Der Richter ergänzte außerdem, dass der Denkmalschutz in der Vorprüfung ausreichend berücksichtigt worden sei.