"Gute Projekte, viele Mitstreiter"

Gütersloh, 16.01.2015. Die Bewerbung von „GT 9“ steht: Am Donnerstagabend kamen rund 100 Wegbeleiter und Interessierte im Kreishaus Gütersloh zur Abschlussveranstaltung des LEADER-Bewerbungsprozesses zusammen, mit dem sich neun Kommunen um europäische Fördermittel für den ländlichen Raum bewerben.

Teilnehmer im Sitzungssaal
Rund 100 Teilnehmer kamen am Donnerstagabend ins Kreishaus, um die LEADER-Bewerbung auf den Weg zu bringen.

Mitte Februar werden die Unterlagen eingereicht. Zuversicht strahlte am Ende Frank Scheffer aus: Der Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt des Kreises lobte die Beteiligten, sprach von einer qualitativ guten Bewerbung, von guten Projekten und vielen Mitstreitern. "Das sind alles Themen, die uns ohnehin bewegen und die wir auch weiter verfolgen für den unwahrscheinlichen Fall, dass wir nicht den Zuschlag erhalten." Mitte des Jahres entscheidet sich, welche der 40 Bewerberregionen aus NRW in den Genuss der Förderung kommen. 22 bis 24 Regionen werden gefördert, maximal 3,45 Millionen Euro an Fördersumme sind über sechs Jahre verteilt möglich. Mit welchen Themen "GT 9" ins Rennen geht, stellte das "Büro Schulten Stadt und Raumentwicklung", das die Bewerbung begleitet hat, zusammen mit den Verantwortlichen im Kreishaus vor. Aus Borgholzhausen, Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg, Versmold und Werther sind zahlreiche Vorschläge eingegangen, aus denen für die Bewerbung zwölf Leitmaßnahmen und 14 weitere Maßnahmen ausgewählt worden sind. Eine "Willkommenskultur in der Region" zu etablieren ist beispielsweise eines der Leitprojekte. So sollen unter anderem zugewanderte Kinder und Jugendliche eine Starthilfe erhalten, damit sie mehr als bisher am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Auch die Bildung eines kreisweiten Sprachlotsenpools ist ein Projekt aus dem sozialen Bereich, das zu dieser Willkommenskultur beitragen soll. "Ernährungswissen für Kinder" - beigesteuert von den Landfrauen - und "Lösung von Generationenkonflikten im ländlichen Raum" unter Mitarbeit der Kreishandwerkerschaft sind weitere Beispiele. Wie auch immer die Entscheidung fallen wird, "wir haben schon gewonnen", zog Susanne Mittag, Bürgermeisterin von Langenberg, eine Zwischenbilanz. Denn allein die Arbeit an der Bewerbung habe bereits dazu beigetragen, dass beispielsweise Langenberg und Gütersloh ein gemeinsames Projekt entwickelt hätten. Sie lobte zudem den Kreis Gütersloh: Es war richtig, dass der Kreis gesagt hat, wir koordinieren das Ganze. Sonst wäre die Bewerbung jetzt nicht auf Weg." Mit rund 170.000 Einwohnern - aus Gütersloh sind nur Ortsteile dabei - ist "GT 9" eine der großen Regionen, die sich am Wettbewerb beteiligen.  Viele der Konkurrenten bestehen nur aus drei oder vier Kommunen.