Kämmerer rechnet mit deutlicher Mehrbelastung

Gütersloh, 08.06.2016. Im nächsten Jahr rechnet Kreis-Kämmerer Ingo Kleinebekel mit einer deutlichen Mehrbelastung des Haushalts. Das erklärte er bei der Vorstellung der Eckwerte für den Haushalt 2017 im Finanzausschuss am Dienstag (07.06.).

Erstmals seit langer Zeit würden diese Mehrbelastungen nicht im Wesentlichen durch die Finanzstruktur - Schlüsselzuweisungen, Landschaftsumlage etc. - ausgelöst, sondern durch Steigerungen im Kernhaushalt. Vor allem bei den Kosten der Unterkunft, die das Jobcenter für Hartz IV-Bezieher übernimmt, rechnet Kleinebekel mit deutlichen Mehrbelastungen. Durch den flüchtlingsbedingten Anstieg der Bedarfsgemeinschaften kalkuliert der Kreis Gütersloh allein in diesem Bereich mit Ausgabesteigerungen von 6,1 Millionen Euro.

Die allgemeine Kreisumlage soll laut der Verwaltungsvorlage, die im Finanzausschuss diskutiert wurde, um nicht mehr als 9,4 Millionen Euro steigen. In 2016 beläuft sich die allgemeine Kreisumlage auf 203,06 Millionen Euro. Der Ausschuss stimmte der Beschlussvorlage einstimmig zu. Als zweitgrößten steigenden Posten nennt die Vorlage die Kosten für den ganzjährigen Betrieb der Förderschulen, die in 2016 in Kreisträgerschaft übergegangen sind. In 2017 fallen erstmals ganzjährig die Kosten für die Schulen an, die Steigerung gegenüber den anteiligen Kosten in 2016 belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro, die Summe in 2017 beläuft sich auf 4,1 Millionen. Auch die Tarifentwicklung fordert ihren Tribut, rund 1,9 Millionen Euro sind zusätzlich in 2017 für Personalkosten und Pensionsaufwendungen nötig.