Matheschwächen früh erkennen

Gütersloh, 03.03.2016. Mangelndes mathematisches Vorwissen früh erkennen und die Kinder entsprechend fördern: Das ist der Ansatz von PReSch – Prävention von und Intervention bei Rechenschwierigkeiten (PReSch), einem Projekt das bereits in der Schuleingangsphase ansetzt.

Teilnehmer des ersten PreSch Fachtages
Der erste Fachtag des Projekts PReSch unter anderem mit (v.l.): Rüdiger Bockhorst (Reinhard Mohn Stiftung), Dr. Thomas Rottmann (Institut für Didaktik der Mathematik der Universität Bielefeld), Christel Dahlhoff-Hilbert (Schulamt für den Kreis Gütersloh), Dr. Monika Rammert (Bildungs- und Schulberatung des Kreises Gütersloh), Sevinç Sunar (Regionale Schulberatung der Stadt Bielefeld), Julia Streit-Lehmann (Institut für Didaktik der Mathematik der Universität Bielefeld) und Prof. Dr. Bernd Wollring (Universität Kassel).

Prof. Dr. Bernd Wollring von der Universität Kassel war jetzt Gast beim ersten Fachtag im Rahmen dieses Kooperationsprojekts der Stadt Bielefeld und des Kreises Gütersloh mit der Uni Bielefeld und der Reinhard Mohn Stiftung. Der Professor für Mathematik mit Schwerpunkt Didaktik an Grundschulen stellte ein Diagnoseinstrument zu den Inhaltsbereichen 'Raum und Form' sowie 'Größen und Messen' vor.

Zirka 80 Mathematik unterrichtende Lehrkräfte der Primarschulen kamen der Einladung nach und lernten in einem Impulsvortrag, wie wichtig die Geometrie ist, wie wichtig so genanntes verständiges Rechnen ist. So haben Kinder aus der Zielgruppe beispielsweise Schwierigkeiten, sich Gegenstände räumlich vorzustellen. Zur Diagnose böten sich, so der Mathematikprofessor, unter anderem Interviews an, die die Forscher eigens für diesen Zweck entwickelt haben. In anschließenden Workshops wurden Übungsformate zur Förderung von Kindern mit erkannten Rechenschwierigkeiten vorgestellt und Informationen zur Teilnahme am Projekt bereitgestellt.

Das PReSch-Projekt startete 2014 und hat zum Ziel, innerhalb von vier Jahren möglichst alle Bielefelder und Gütersloher Grund- und Förderschulen zu erreichen.  Lehrkräfte werden darin ausgebildet, Kinder der Schuleingangsphase mit geringem mathematischem Vorwissen frühzeitig zu erkennen, zu fördern und damit der Entstehung von Rechenschwierigkeiten entgegenzuwirken. Zum derzeitigen Zeitpunkt nehmen 44 Lehrkräfte an der einjährigen Fortbildung teil, insgesamt konnten bereits 30 Schulen von dem Angebot profitieren.