Neuer Radweg offiziell frei gegeben

Gütersloh, 31.03.2016. Radfahrer und Fußgänger können den neuen Weg an der K 50/ K 11 (Oesterweger Straße) und K 23 (Vorbruchstraße) in Harsewinkel und Versmold nun auch offiziell nutzen

Eröffnung des Radweges
Flankiert von den beiden Straßenwärtern André Hühnemann (links) und Alfred Schapenberg (rechts) wurde der neue Radweg eröffnet. V.l.: Sabine Amsbeck-Dopheide, Bürgermeisterin der Stadt Harsewinkel, Hans-Jürgen Matthies, Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Stadt Versmold, Sven-Georg Adenauer, Landrat des Kreis Gütersloh, Uwe Rafflenbeul von der Bezirksregierung Detmold, Bernhard Altehülshorst, Vorsitzender des Verkehrs- und Straßenaus-schusses des Kreis Gütersloh.

Gemeinsam mit Anliegern, Grundstückseigentümern und beteiligten Mitarbeitern gaben Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und Landrat Sven-Georg Adenauer heute (31. März) den Geh- und Radweg frei. "Mein herzlicher Dank geht an die beteiligten Baufirmen und die Anlieger, die den erforderlichen Grund und Boden bereitgestellt haben. Ebenso danke ich allen Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis während der Bauzeit", sagte Adenauer.

 

Der Kreis Gütersloh hat den straßenbegleiteten Weg an der Westseite der K 50/K 11 gebaut, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Dieser 3,5 Kilometer lange Geh-/Radweg  schließt in Höhe der Stadtstraße 'Langer Esch' an den bereits vorhandenen Weg in Richtung Innenstadt an. Gleichzeitig zum Bau an der Oesterweger Straße ist die 800 Meter lange Radweglücke entlang der K 23 geschlossen worden. Der Geh-/ Radweg führt ab der Kreuzung Oesterweger Straße/Vorbruchstr./Lange Straße in westliche Richtung und hat im Bereich des ehemaligen Bahnhofs Niedick Anschluss an den bereits vorhandenen Weg.

 

Größtenteils verläuft der insgesamt rund 4,3 Kilometer lange und 2,5 Meter breite neue Geh-/Radweg hinter dem vorhandenen Straßenseitengraben. Nur im Ausnahmefall, insbesondere zum Schutz von wertvollen Gehölzbeständen wie Waldflächen, Hecken oder Vorgärten, verläuft der Geh-/Radweg über dem Graben. In diesen Bereichen ist er aus Sicherheitsgründen durch einen 1,75 Meter breiten Sicherheitsstreifen von der Fahrbahn der Kreisstraße getrennt. Die reinen Straßenbaukosten betragen rund 800.000 Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten des Ersatzgeldes (90.000 Euro), das als Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft gezahlt werden musste. Mit dem Rhedaer Bach und dem Loddenbach kreuzt der Weg zwei größere Fließgewässer, für deren  Überquerung zwei Brücken errichtet wurden. Der Überbau der Brücken ist ein Aluminiumfachwerk mit einer nutzbaren Breite von 3 Metern und einer Spannweite von jeweils 8 Metern. Die Baukosten beider Brücken belaufen sich auf etwa 180.000 Euro.

 

An der Straßenkreuzung K 11 (Oesterweger Straße)/ K 23 (Vorbruchstraße)/ Lange Straße kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen. Um dies zu verhindern wurde eine Ampelanlage mit neuester LED- und Steuerungstechnik errichtet. Die Kosten dafür betragen 120.000 Euro.

 

Bereits im Jahr 2014 hat die Teutoburger-Wald-Eisenbahn (TWE) zwei vorhandene Bahnübergänge im Verlauf der K 50 bau- und signaltechnisch neu gesichert. Dabei wurde der neue Geh- und Radweg schon berücksichtigt. Der Kostenanteil des Kreises hierfür betrug nach Eisenbahnkreuzungsgesetz circa 200.000 Euro.

 

Insgesamt kostete die Baumaßnahme  rund 1,5 Millionen Euro. Darin enthalten sind  Kosten in Höhe von 220.000 Euro für Grunderwerb und Vermessung. Das Land Nordrhein-Westfalen förderte die Maßnahme mit Zuschussmitteln in Höhe von 70 Prozent der Gesamtkosten.