Neues Elektroauto für Mitarbeiter der Kreisverwaltung

Gütersloh, 30.03.2016. Mit einem neuen Elektroauto für die Mitarbeiter geht der Kreis Gütersloh einen weiteren Schritt in Sachen Klimaschutz. Der BMW i3 steht ab sofort dem allgemeinen Fuhrpark zur Verfügung und kann von allen  Mitarbeitern für Dienstfahrten genutzt werden.

Das neue Elektroauto des Kreis Gütersloh
- Das neue Elektroauto steht seit vergangener Woche den Mitarbeite-rinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung für Dienstfahrten zur Verfügung. Foto: Kreis Gütersloh

Mit den insgesamt nun drei Elektro- und Hybridfahrzeugen in unserem Fuhrpark zeigen wir, dass wir das Thema energieeffiziente und umweltverträgliche Mobilität im Kreis Gütersloh angehen", erklärt Landrat Sven-Georg Adenauer.

Mit dem Leasing des Autos nimmt der Kreis an dem Forschungsprojekt 'Premium - Plug-In, Range-Extender und Elektrofahrzeuge unter realen Mobilitätsumständen: Infrastruktur, Umweltbedingungen und Marktakzeptanz' teil. Mit dem Projekt soll zum Beispiel herausgefunden werden, welches Antriebskonzept für spezielle Kundengruppen am besten geeignet ist, wenn zum Beispiel Ladezeiten und Batteriekosten berücksichtigt werden. Die Universität Duisburg-Essen begleitet das Projekt wissenschaftlich.

 

Das neue Fahrzeug des Kreises hat einen Elektromotor, der für rund 120 Kilometer Fahrstrecke aus der Fahrzeugakku gespeist wird. Bevor der Akku leer ist schaltet sich ein Benzinmotor mit einem neun Liter-Tank hinzu, der den Akku speist und beliebig aufgetankt werden kann. Mit diesem sogenannten Range Extender kann die Reichweite also erhöht werden. Wie weit der Fahrer noch kommt - abhängig von Faktoren wie persönlichem Fahrstil, Streckenbeschaffenheit oder Klimatisierung - kann er am Display ablesen. Es muss also niemand Angst haben plötzlich irgendwo stehen zu bleiben. Mit 13 Gramm pro Kilometer hat der i3 einen geringen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und ist dadurch sehr umweltschonend unterwegs.

Im Mai bekommt die Kreisverwaltung zusätzlich noch drei Hybridfahrzeuge (2er BMW), die rund 30 Kilometer elektrisch fahren und dann auf Benzinbetrieb umschalten. Kreisdirektorin Susanne Koch wird eines als Dienstwagen nutzen, die anderen beiden stehen dem allgemeinen Fuhrpark zur Verfügung.

 

 

Zum Thema: Projekt 'PREMIUM'

Das gemeinsame Forschungsprojekt von BMW, dem Alphabet Fuhrparkmanagement und den Universitäten der Bundeswehr München, Passau und Duisburg-Essen wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Neben dem Ziel herauszufinden, welches Antriebskonzept sich für welche Kundengruppe am besten eignet wenn Einsatzzweck, Ladeinfrastruktur, Ladezeiten, Batteriekosten, Verbrauch und Emissionen berücksichtigt werden, wird geschaut, wie sich einzelne Parameter optimal auf Kundenanforderungen zuschneiden lassen. Auch die umwelttechnischen Auswirkungen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen werden erforscht und eine Prognose bezüglich der energie- und klimapolitischen Auswirkungen erstellt.

An dem Projektbereich 'Flotteneinsatz' nehmen 300 betrieblich genutzte Fahrzeuge teil. Sie alle sind mit sogenannten Datenloggern ausgestattet, die Zeit, Außentemperatur, Batteriestrom sowie Position und Geschwindigkeit aufzeichnen. Diese Daten werden anonymisiert wissenschaftlich ausgewertet. Außerdem werden Fahrzeugverantwortliche und -nutzer zu ihren Erfahrungen mit dem Elektroauto befragt.