Treffen des Netzwerks der Beratungsdienste

Gütersloh, 22.11.2017. 45 Fachleute aus den Beratungsdiensten des Bereichs Migration und Integration trafen sich zum fachlichen Austausch im Kreishaus Gütersloh. Neben dem generellen Fachgespräch in großer Runde standen außerdem Vorträge von externen Referenten auf der Tagesordnung.

Mitglieder Netzwerk
Gastgeber und Referenten des Netzwerktreffens (v. l.): Nelson Rodrigues, Kommunales Integrationszentrum Kreis Gütersloh, Jennifer Adrian, Jobcenter Kreis Gütersloh, Michael Sternberg, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Ingo Bethge, Ausländerbehörde Kreis Gütersloh, Frederike Reher, Kommunales Integrationszentrum Kreis Gütersloh, Christine Dresler, Gemeinde Steinhagen, Agnieszka Salek, Kommunales Integrationszentrum Kreis Gütersloh und Anush Khachatryan, Arbeitsagentur Bielefeld. Foto: Kreis Gütersloh

Zu Beginn begrüßte Agnieszka Salek als Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Gütersloh und Gastgeberin die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und bedankte sich für das große Interesse an der Veranstaltung.  Zum Netzwerk der Beratungsdienste gehören die Migrationsberatung für erwachsene Migranten, die Jugendmigrationsdienste, die Integrationsagenturen NRW, die Flüchtlingsberatungsstellen und die städtischen Stellen im Bereich Migration und Integration.

In vier Fachvorträgen informierten die Referentinnen und Referenten aus dem Bereich Migration und Integration die Mitglieder des Netzwerks. Michael Sternberg, Regionalkoordinator vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Regionalstelle Bielefeld, informierte über neue Entwicklungen in seinem Fachbereich: "Es wird in der nahen Zukunft die Möglichkeit geben, dass zusätzlich zu der hohen Zahl an Integrationskursen auch mehr berufsbezogene Sprachkurse angeboten werden können."  Mittelfristig werde die Aufnahme von Migranten aus der Europäischen Union in die Integrationskurse wieder mehr im Fokus stehen, so Sternberg.

Jennifer Adrian vom Jobcenter des Kreises Gütersloh stellte verschiedene Projekte zur Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt vor. Zum Beispiel die sogenannten Unternehmens-Scouts. Diese kontaktieren Unternehmen und organisieren Praktikumsmöglichkeiten für Flüchtlinge und andere Migranten.

Ein Best-Practice-Projekt zum Thema Wohnen wurde von der Integrationsbeauftragten der Gemeinde Steinhagen, Christine Dresler, präsentiert. Im Rahmen eines 'Runden Tisches' wurden Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation von geflüchteten Menschen entwickelt. Viele müssen auch nach der Anerkennung in städtischen Unterkünften bleiben, weil sie keinen Wohnraum auf dem normalen Wohnungsmarkt finden. Die Gemeinde Steinhagen hat einen Leitfaden zur Wohnungssuche erstellt, sodass den Menschen Schritt für Schritt gezeigt wird, wie man in Deutschland eine Wohnung finden kann. Zum Abschluss referierte Ingo Bethge, Ausländerbehörde Gütersloh, über die Familienzusammenführung im Flüchtlingsbereich.

Nelson Rodrigues als Koordinator des Netzwerkes fasste anschließend zusammen: "Heute haben sich hier 45 Experten aus dem Bereich Migration und Integration getroffen. Sie sind für die Integrationsarbeit im Kreis Gütersloh unverzichtbar."

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