Unfallhäufungsstelle 'Am Hüttenbrink': Sicherheit geht vor

Gütersloh/Verl, 29.04.2016. Mittelfristig soll eine Ampel den Einmündungsbereich ‚Am Hüttenbrink‘ auf die ‚Sürenheider Straße‘ sichern. Bis dahin ist der Unfallkommission jedoch vor allem eines wichtig: Die Sicherheit.

Stoppschild
Stoppschild am Einmündungsbereich 'Am Hüttenbrink' auf die 'Sürenheider Straße'.

An dem Unfallschwerpunkt sind vor allem Radfahrer gefährdet. Aus Anlass der angekündigten Radfahrerdemo gegen die Übergangsregelungen an der T-Kreuzung stellt die Unfallkommission klar: "Sicherheit geht vor!"

 

Durch Beschluss der Unfallkommission vom 17. März dieses Jahres wurde die Verkehrsführung für den Radverkehr im Bereich der Einmündung der Straße "Am Hüttenbrink" auf die Sürenheider Straße (L 787) in Verl entscheidend verändert. Die Markierung der bisherigen Radfahrer-Furt wurde aufgehoben, der Radweg abgesperrt. Fahrradfahrer müssen einen Schwenk zum Fußgänger-Überweg machen, dort an einem Stopp-Zeichen halten und dem abbiegenden Fahrzeugverkehr den Vorrang lassen. Hintergrund hierfür waren mehrere Verkehrsunfälle, bei denen Radfahrer von Pkw- und Lkw-Fahrern beim Abbiegen übersehen worden waren. Insofern sah sich die Unfallkommission zu Sofortmaßnahmen veranlasst, um die Sicherheit von Radfahrern signifikant zu erhöhen. Diese Sofortmaßnahmen der Unfallkommission stellen lediglich eine Übergangslösung dar: Bis Ende 2017 soll eine Ampel an dieser Stelle den Verkehr regeln.

 

Die Nutzung des abgesetzten Sonderweges für Fußgänger und Radfahrende sowie der Zwang zum Stoppen stellt die derzeit beste Sicherungsmaßnahme für die Radfahrer in diesem Bereich dar, ist sich die Unfallkommission sicher. Die Entscheidung hierfür wurde von allen in dieser Kommission vertretenen Fachbehörden (Straßenverkehrsbehörden der Städte Gütersloh und Verl, Verkehrsdezernat der Bezirksregierung Detmold, Landesbetrieb Straßenbau NRW, Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Gütersloh, Abteilungen Tiefbau und Straßenverkehr des Kreises Gütersloh) einvernehmlich mitgetragen.

 

Die wiederholt geforderte Aufhebung der Radweg-Benutzungspflicht wäre an dieser Stelle keine sichere Lösung zur Unfallvermeidung, stellt die Unfallkommission klar: Die aktuell umgesetzte Variante erhöht vor allem die Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, die den abgesetzten Sonderweg befahren. Auch Kinder und ältere Verkehrsteilnehmer benutzen diesen Weg und wären auf der Fahrbahn unter anderem aufgrund der starken Steigung, der eingeschränkten Sichtverhältnisse im Bereich der Rampe und der hohen Verkehrsbelastung insbesondere durch Schwerlastverkehr gefährdet.

 

Die Aufhebung der Radwege-Benutzungspflicht wird von den Straßenverkehrsbehörden im Kreis Gütersloh unter Berücksichtigung der örtlichen Verkehrsverhältnisse immer im Einzelfall auf ihre Realisierbarkeit geprüft: Die Verkehrssituation 'Am Hüttenbrink/Sürenheider Straße' sei jedoch nicht mit innerstädtischen Verkehrssituationen wie zum Beispiel auf der Kahlertstraße in Gütersloh vergleichbar.