Valmiera: Wirtschaftsförderung steht im Mittelpunkt

Gütersloh/Valmiera, 15.06.2016. Die Wirtschaftskrise in Lettland gilt als weitestgehend überwunden, mit beinahe stoischer Gemütslage ertrugen die Letten die Kürzungen staatlicher Leistungen und Gehälter.

Jetzt schaut das Land nach vorne und auch beim Besuch einer 38 Teilnehmer großen Delegation aus dem Kreis Gütersloh in der Partnerregion Valmiera vom 15. Bis zum 20. Juni steht die Wirtschaft im Mittelpunkt: Dort sind unter anderem ein neues Gewerbegebiet geplant und auch bei der Vermarktung regionaler Produkte wollen die Letten neue Wege gehen.

 

Daher gehören in diesem Jahr der Delegation unter Leitung von Landrat Sven-Georg Adenauer auch Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der pro Wirtschaft GT, und Ulrich Bultmann, Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, an. Konkret geht es um ein geplantes Gewerbegebiet der Stadt Valmiera. Valmiera ist wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt der Region und will ein bestehendes Gewerbegebiet erweitern. Die Stadt kaufte Land vom Staat zu einem symbolischen Preis. Und auch die Tatsache, dass das Land auf dem Grund der Nachbargemeinde Beverina liegt, stellt kein Problem dar: Es wird künftig dem Stadtgebiet von Valmiera zugeschlagen. Beverina selbst hofft auch auf Vorteile durch das Gewerbegebiet, weiß Partnerschaftskoordinator Hans-Joachim Schwolow. Rund 800 Kleinbauern gäbe es in der Großgemeinde. Für sie wolle man in dem Gewerbegebiet eine zentrale Vermarktungs- und Verarbeitungsmöglichkeit schaffen. Wie so etwas aussehen könnte, darauf erhoffen sich die Letten Antworten von Bultmann.

 

Das fünftägige Programm stellt neben den wirtschaftlichen Fragen die Kontakte auf vielen Ebenen, zwischen Kommunen, zwischen Vereinen und Kirchengemeinden, in den Mittelpunkt. Wie in den vergangenen Jahren auch, werden in Kleingruppen die Gespräche vertieft, etwa zwischen der Delegation aus Halle (Westf.) und den Vertretern aus der Partnerstadt Valmiera. Mit Anne Rodenbrock-Wesselmann (Halle/Westf.) und Susanne Mittag (Langenberg) begleiten in diesem Jahr gleich zwei Bürgermeisterinnen den Landrat. Und mit Pamela Westermeyer (Harsewinkel) und Udo Bolte (Steinhagen) sind zwei Stellvertreter mit dabei. Bis zum 20. Juni bleibt die Delegation in Lettland. Der Gegenbesuch findet im September statt. Zwischen dem 21. und 26. September stehen unter anderem die Bewältigung der Flüchtlingskrise, die einfache Verwaltungssprache und Wirtschaftsthemen auf dem Programm.