Tagespflege: Neue Vermittlungsstelle für Langenberg

Langenberg, 20.03.2012. Jungen Müttern und Vätern kommt dieses Problem oft bekannt vor: Die Arbeit ruft, aber niemand kann Zuhause auf den kleinen Sprössling der Familie aufpassen. Gerade für die Familien, bei denen nicht die Oma oder die Tante ein Haus weiter wohnt, ist das Angebot der Kindertagespflege gedacht.

Team vor dem Kreisfamilienzentrum in Langenberg
Stellten die neue Vermittlungsstelle für Langenberg vor (v.l.): Peter Schaumburg (Fachbereichs-leiter Bürgerservice), Birgit Kaupmann (Caritasverband Gütersloh), Lothar Busche (Abteilungsleiter Jugend, Familie und Sozialer Dienst), Marianne Tröster (Sachge-bietsleiterin Jugend, Familie und Sozialer Dienst), Susanne Mittag (Bürger-meisterin von Langenberg),Volker Brüggenjürgen (Caritas-verband Gütersloh) und Marion Hoffmann (Caritas, Kreisfamilienzentrum Langenberg).

Seit dem 1. März 2012 haben die Langenberger hierfür einen neuen Ansprechpartner, denn sie haben eine eigene Vermittlungsstelle für Kindertagespflegeverhältnisse bekommen.

Das Kreisfamilienzentrum der Caritas ist seit diesem Monat für die Vermittlung für den Ort Langenberg im Auftrag des Kreises Gütersloh zuständig. Bisher hat diese Aufgabe die Vermittlungsstelle der evangelischen Kindertageseinrichtung Krumholzstraße, die für den Ortsteil Wiedenbrück zuständig ist, übernommen. Da die Vermittlungsstelle somit aber für zwei Jugendamtsbereiche zuständig wäre und nach unterschiedlichen Fördermodalitäten handeln müsste, wurde eine neue Lösung für Langenberg gesucht. Das Kreisfamilienzentrum der Caritas hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen, so dass die Vermittlung künftig vor Ort erfolgen kann. 

Lothar Busche, Abteilungsleiter Jugend, Familie und sozialer Dienst, betont den Vorteil dieser neuen Regelung: "Für die Langenberger Eltern und Tagespflegepersonen ist die räumliche Nähe von großem Nutzen, da sie sich so weite Wege sparen können."

Zur Zeit sind in Langenberg elf Tagesmütter und ein Tagesvater, die je nach räumlicher und persönlicher Situation bis zu fünf Kinder gleichzeitig betreuen und fördern, in der Vermittlungsdatei registriert. Die Betreuung findet im Haushalt der Tagesmutter/des Tagesvaters statt, im elterlichen Haushalt des Kindes oder in anderen geeigneten Räumen. Besonders gefragt ist eine Betreuung durch Tagesmütter und -väter, wenn die Kinder noch sehr jung sind.

Marion Hoffmann vor dem Kreisfamilienzentrum in Langenberg
Marion Hoffmann (Caritas, Kreisfamilienzentrum Langenberg)

Bisher werden 16 Kinder in Langenberg von Tageseltern betreut, aber spätestens, wenn am 1. August 2013 der Rechtsanspruch für einen Kindergartenpflege beziehungsweise einen Kindertagespflegeplatz ab dem ersten Lebensjahr eingeführt wird, werden weitaus mehr qualifizierte Kindertagespflegepersonen benötigt.

Einen Anspruch auf Kindertagespflege haben alle Eltern, die berufstätig sind. Der erste Schritt für Väter und Mütter, die eine Kindertagespflege suchen, ist die Information bei der Vermittlungsstelle vor Ort. Dort werden sie beraten und an eine geeignete Tagespflegeperson weitervermittelt. Finanziert werden die Vermittlungsstellen und auch die Tagespflegepersonen vom Kreis Gütersloh. Die Eltern zahlen lediglich einen Elternbeitrag wie im Kindergarten, der nach dem Verdienst gestaffelt ist.

Die wichtigsten Aufgaben einer Vermittlungsstelle sind Hausbesuche vor und nach Erteilung der Pflegeerlaubnis und Beratung und Begleitung der Tagespflegepersonen; aber auch die Werbung und die Pflege einer Vermittlungsdatei zählen zu ihren Tätigkeiten.

In Langenberg werden noch weitere Tagespflegepersonen gesucht. Interessierte können sich bei in der neuen Vermittlungsstelle, Marion Hoffmann, (Kreisfamilienzentrum der Caritas, Benteler Str. 108, Langenberg, unter Telefon 05248/823982) melden. Vielleicht sind ja auch ein paar Langenberger Männer darunter - denn das männliche Geschlecht ist kreisweit im Berufsfeld Kindertagespflege in einer großen Unterzahl, nur 2,5 Prozent der Tagespflegepersonen sind Männer.