Umgehung B 64: Entwurf liegt in Düsseldorf - Landrat pocht auf Genehmigung durch den Bund

Gütersloh/Herzebrock-Clarholz, 05.02.2013. Der Entwurf zur Umgehung der B 64 in Herzebrock-Clarholz ist vom Landesbetrieb StraßenNRW dem Landesverkehrsministerium vorgelegt worden. Das Landesministerium muss sich nun vom Bund die Genehmigung des Entwurfes holen.

Landrat Sven-Georg Adenauer
Landrat Sven-Georg Adenauer

Nicht zuletzt nach den jüngsten Aussagen von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek gegenüber Vertretern des Vereins B64n in Düsseldorf und zuvor in Beckum, wo er dem Projekt keine großen Realisierungschancen zusprach, pocht Landrat Sven-Georg Adenauer auf die Weiterleitung. Adenauer: "Ich erwarte, dass dieses für die Region so wichtige Projekt auch an den Bund weitergeleitet wird und nicht in einer Düsseldorfer Schublade verschwindet."

Die Genehmigung des Entwurfs durch den Bund wäre die Grundlage für das notwendige Planfeststellungsverfahren. Kreis, Gemeinde und die Initiative B 64n verfolgen das Ziel, Druck bei den Verantwortlichen zu machen, damit aus dem Entwurf auch eines Tages eine Baustelle wird.

Groschek hatte in den vergangenen Wochen aufgrund des großen Sanierungsbedarfs der Straßeninfrastruktur - unter anderem marode Autobahnbrücken - Ausbauprojekten wie den Umgehungen der B 64 wenig Chancen eingeräumt. Vor diesem Hintergrund stünde für Aus- und Neubaumaßnahmen kein Geld zur Verfügung, so der Minister. Dazu Adenauer: "Auch uns ist bewusst, dass insgesamt zu wenig Geld für Straßensanierung und -bau zur Verfügung steht. Verkehrsinfrastruktur ist aber auch ein Stück Wirtschaftsförderung."