"Watt sparen mit kleinem Geldbeutel" - Heizungsoptimierung jetzt in Angriff nehmen

Gütersloh, 01.03.2012. Die kalten Wochen in den ersten Monaten haben die Energieverbräuche der Haushalte in die Höhe schnellen lassen. "Grund genug, jetzt über die Möglichkeit der Heizungsoptimierung nachzudenken", meint Ursula Thering von der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh.

Ursula Thering, Thorsten Schröder und Renate Gaisendrees mit Plakaten zum Heizungscheck
Informieren am Energiespartag in der Tischlerei Mesken in Gütersloh über die Möglichkeiten der Heizungsoptimierung: (v.l.) Ursula Thering (Kreis Gütersloh), Thorsten Schröder (Schröder GmbH) und Renate Gaisendrees (Füchtenkord GmbH).

Alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser. Sie verschlingen rund zehn Prozent des Jahresstromverbrauches eines Haushalts, weil sie häufig überdimensioniert sind und mit immer gleicher Drehzahl kreisen. Moderne Hocheffizienzpumpen benötigen hingegen bis zu 80 Prozent weniger Strom und sind nur in Bewegung, wenn sie wirklich gebraucht werden. Für ein Ein- oder Zweifamilienhaus reichen 5 bis 25 Watt elektrische Pumpenleistung aus. In der Realität erreichen die "alten" Pumpen häufig Leistungszahlen von über 100 Watt.

Aber nicht nur beim Stromverbrauch der Heizungspumpe bestehen Einspar-Potenziale, sondern auch beim Heizenergieverbrauch des Gebäudes. Durch den so genannten hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage wird die Wärmeverteilung im gesamten Gebäude optimiert und die Heizkosten gesenkt. Eine Kombination beider Maßnahmen spart nicht nur bares Geld, sondern mindert auch den Ausstoß von klimaschädlichem CO2.

Dr. Norbert Claus
Energiespartag in der Tischlerei Mesken: Dr. Norbert Claus vom Reckenberg-Berufskolleg demonstriert an einem Heizungsmodell, was sich hinter dem hydraulischen Abgleich verbirgt.

Auf dem Energiespartag in der Tischlerei Mesken in Gütersloh (Avenwedde Bahnhof) am Sonntag, 11. März, 11 bis 17 Uhr, können sich Besucher umfassend zum hydraulischen Abgleich, zum Austausch von nicht voreinstellbaren Thermostatventilen sowie zum Pumpentausch informieren.

Thomas Karrasch, Energieberater der ALTBAUNEU-Initiative des Kreises, sowie die Heizungsfachbetriebe Füchtenkord und Schröder aus Gütersloh beantworten alle Fragen zur Heizungsoptimierung - auch zu den Kosten und Fördermöglichkeiten.

Dr. Norbert Claus vom Reckenberg-Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück veranschaulicht an einem Heizungsmodell, was ein hydraulische Abgleich und ein Pumpentausch für das Portemonnaie bringen kann. Zudem zeigt er, wie voreinstellbare Thermostatventile funktionieren. Ursula Thering hält aktuelle Energiesparbroschüren des Kreises und der Energieberatungs-Initiative ALTBAUNEU bereit. Für einen ersten, kostenlosen Stromcheck können Interessenten ihre letzte Stromrechnung mitbringen.

Informationen sind zudem beim Kreis unter Tel. 05241 - 85 2762 (Ursula Thering) oder auf der Internetplattform www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh erhältlich.

Zum Thema: Was ist der hydraulische Abgleich?

Abbildung nicht abgeglichene und abgeglichene Heizungsanlage

Die Heizung ist ein verzweigtes System aus Rohren. Das Wasser nimmt am liebsten den Weg des geringsten Widerstandes und fließt zuerst durch die dicken und kurzen Rohre. Deshalb kann es passieren, dass einige Heizkörper knallheiß sind, während andere bei voll aufgedrehtem Thermostat lauwarm bleiben.

Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper den richtigen Druck und die richtige Wassermenge hat und gewährleistet somit die gleichmäßige Wärmeverteilung im Haus.