Studenten überprüfen Erfolg von Maßnahmen

Gütersloh, 07.07.2016. Das Jobcenter Kreis Gütersloh investiert jedes Jahr einen großen Teil des Eingliederungstitels für Aktivierungsmaßnahmen, um arbeitslose Menschen wieder zu einem Job zu verhelfen. Doch wie erfolgreich sind diese Maßnahmen eigentlich?

Studenten bei ProjektvorstellungGroßbildansicht
Die Studenten (v. r.) Thorsten Roth (Kreis Gütersloh), Verena Oebbecke (Stadt Gütersloh), Nikolai Sagemüller (Kreis Gütersloh), Tino Müller (Stadt Gütersloh), Kira Gleisberg (Kreis Gütersloh) und Ann-Kathrin Peek (Kreis Gütersloh) beschäftigten sich mit der Wirksamkeit von Maßnahmen des Jobcenters und stellten ihre Ergebnisse jetzt im Kreishaus vor. Foto: Kreis Gütersloh

Mit dieser Frage beschäftigten sich jetzt sechs Studenten der Kreis- und Stadtverwaltung in ihrer Studienarbeit. Beauftragt wurden sie dafür vom Jobcenter, vertreten durch Jürgen Blomeier, Sachgebietsleiter in der Abteilung Arbeit.

 

Für die Überprüfung wählten die Studenten Thorsten Roth, Nikolai Sagemüller, Kira Gleisberg und Ann-Kathrin Peek vom Kreis Gütersloh sowie Verena Oebbecke und Tino Müller von der Stadt Gütersloh beispielhaft die Maßnahme 'Vor-Arbeit' aus dem Jahre 2014. Deren Ziel war es, die Teilnehmer  zu aktivieren und letztlich ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen. Die Studenten stellten dabei fest, dass die Maßnahme als langfristig wirksam angesehen werden kann: 50 Prozent der Teilnehmer sind zum derzeitigen Stand in den Arbeitsmarkt integriert worden. Aufgrund der betrachteten Zielgruppe, eher arbeitsmarktferneren Personen, ist das ein gutes Ergebnis. Darüber hinaus konnten viele Teilnehmer diverse arbeitsmarktrelevante Schlüsselqualifikationen wie zum Beispiel Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen erwerben oder ausbauen.

Durch verschiedene Datenerhebungsmethoden lieferten die Studenten dem Jobcenter einige interessante Ergebnisse, neue Erkenntnisse zu den subjektiven Einschätzungen der Teilnehmer und gaben Hinweise, um die Maßnahmedurchführung in Zukunft optimieren zu können. Ein Beispiel dafür ist die Verstärkung des Qualitätscontrollings noch während der Maßnahme, möglichst auch beim Träger vor Ort. Fred Kupczyk, Fachbereichsleiter 5,  bedankte sich im Anschluss an die Projektpräsentation bei den Studierenden für die hervorragende Ausarbeitung des Themas. 

 

'Die langfristige Wirksamkeit des Instrumenteneinsatzes im Bereich von Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gem. § 45 SGB III ', so lautete der Titel der Projektarbeit. Daraus entstand schließlich eine 165-seitige Projektdokumentation. Betreut wurde die Gruppe durch einen Dozenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.  Dort absolvieren die Studenten den theoretischen Teil Ihres dualen Studiums zum Bachelor of Laws. Im zweiten Studienjahr steht dabei eine zehnwöchige Studienarbeit auf dem Plan.