Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an den Schulen: Einweihung der Hol- und Bringzonen an zwei Schulen

Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück, 27.09.2018. Seit Donnerstag, 25. September, gibt es zwei weitere Grundschulen mit Hol- und Bringzonen für Elterntaxis. Die Bürgermeister Henning Schulz (Gütersloh) und Theo Mettenborg (Rheda-Wiedenbrück) ließen es sich nicht nehmen, die Hol- und Bringzonen in der Nähe der Grundschule Kattenstroth (Gütersloh) beziehungsweise Pius-Bonifatius-Schule (Rheda-Wiedenbrück) einzuweihen.

Gruppenbild an der Hol- und BringzoneGroßbildansicht
Gruppenbild mit Kindern der Pius-Bonifatius-Schule, für die die Elterntaxi Hol- und Bringzone vor der Piuskirche in Rheda-Wiedenbrück eingerichtet worden ist.</p> <p>(Die Erwachsenen von links: Jürgen Kühn, Bauhof Stadt Rheda-Wiedenbrück, Joel Otta, Stadt Rheda-Wiedenbrück, Matthias deppe, Bauhof Stadt Rheda-Wiedenbrück, Pia Coulthard, Verkehrswacht Gütersloh, Katja Kelker, Schulleiterin Pius-Bonifatius-Schule, Gudrun Johannsmann, Lehrerin Pius-Bonifatius-Schule, Alexander Hüske, Kreispolizei Gütersloh, Frank Scheffer, Dezernent Bauen und Umwelt Kreis Gütersloh, sowie Bürgermeister Theo Mettenborg.

Jeweils drei solcher Zonen im näheren Umfeld der beiden Schulen sollen dazu beitragen, dass sich vor allem in den Morgenstunden der Verkehr vor den Schulen entzerrt, die Kinder sicherer zur Schule kommen und gleichzeitig mehr an der frischen Luft bewegen.

Die ersten Hol- und Bringzonen waren in Halle (Westf.) eingerichtet worden, nach den Herbstferien folgen Schloß Holte-Stukenbrock und Langenberg. Ungewollte Aktualität erhielt die Diskussion um Elterntaxis, nachdem am 13. September - drei Tage nach der Einweihung der ersten Hol- und Bringzonen in Halle (Westf.) - ein Vater einer neunjährigen vor einer Grundschule in Gütersloh-Friedrichsdorf über den Fuß fuhr und sie leicht verletzte, nachdem er seine zwei Kinder vor der Schule abgesetzt hatte.

 

Zum Hintergrund der Aktion: Immer mehr Kinder werden in den vergangenen Jahren von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht. Dies führt häufig zu gefährlichen Verkehrssituationen vor den Schulen, beeinträchtigt die Entwicklung der Kinder und belastet die Umwelt. Der Kreis Gütersloh und die Verkehrswacht Gütersloh e. V. initiierten daher das Projekt "Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an meiner Schule". Zusammen mit den Kommunen und der Kreispolizei wird das Projekt an fünf Pilotschulen im Kreis durchgeführt. Mit dem Projekt soll nicht nur der motorisierte Verkehr im Schul- und Wohnumfeld vermindert werden, sondern vor allem die Kinder gestärkt und ihnen sicher und selbstständig zurückgelegte, erlebnisreiche Schulwege ermöglicht werden.

 

Als Pilotschulen wurden ausgesucht: Grundschule Kattenstroth, Stadt Gütersloh, Lindenschule, Stadt Halle (Westf.), Grundschulverbund Brinkmannschule-Schmeddingschule, Gemeinde Langenberg, Grundschule Pius-Bonifatius, Stadt Rheda-Wiedenbrück, Grundschulverbund Grauthoff-Elbracht, Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.

 

Für die Festlegung der Hol- und Bringzonen waren mehrere Schritte nötig. Mit Hilfe von anonymen Elternbefragungen wurden die Verkehrsmittel und -wege der Kinder erfasst und analysiert. Auf Grundlage dieser Daten und Vor-Ort-Terminen mit Elternvertretern, Schulleitung, Lehrkräften, der Kreispolizei und der Kommune werden die Hol- und Bringzonen. Wichtig für die Verkehrsführung ist es, sie so zu legen, dass weder die An- noch die Abfahrt an der Schule vorbeiführt.

 

Bei der Auswahl werden zusätzlich Empfehlungen des ADAC und eines beratenden Ingenieurbüros berücksichtig. Kriterien sind zum Beispiel das Vorhandensein von Querungsmöglichkeiten wie Zebrastreifen oder Ampeln und die Gehwegbreiten, aber auch das einfache Anhalten und Abfahren an den Haltezonen ohne rückwärts ausparken zu müssen.

 

Die Mitarbeit aller Eltern war ausdrücklich erwünscht. So hatten alle Eltern vor den Sommerferien die Möglichkeit sich auf einem Elternabend einzubringen und sich an der Auswahl der Standorte für die Hol- und Bringzonen zu beteiligen.

 

Über die Verkehrssicherheit hinaus gibt es auch weitere gute Gründe, die Kinder nicht mit dem Auto direkt vor das Schultor zu fahren, so die Verantwortlichen: Der eigenständig gegangene Schulweg ermöglicht den Kindern wertvolle persönliche Erlebnisse - nicht vorbestimmt durch die Erwachsenwelt. Die Kinder werden durch ihre erweiterte Mobilität gestärkt und erhalten Verantwortung für ihren eigenen Schulweg und die damit verbundene Zeit. Sie erleben selbstbestimmt ihre Umwelt, stärken ihren Orientierungssinn und können sich mit anderen Kindern austauschen.

Bildzeilen Rheda-Wiedenbrück:

Ein gut gelaunter Dezernent schraubt das Schild an: Frank Scheffer, Dezernent Bauen und Umwelt Kreis Gütersloh, an der Elterntaxi Hol- und Bringzone vor der Piuskirche in Rheda-Wiedenbrück. Fotos: Kreis Gütersloh

 

Bürgermeister Theo Mettenborg und Frank Scheffer, Dezernent Bauen und Umwelt Kreis Gütersloh, bringen ein Schild an der an der Elterntaxi Hol- und Bringzone vor der Piuskirche in Rheda-Wiedenbrück an.

 

Mit blauen Buchstaben ist die Hol- und Bringzone markiert.

 

Schilder weisen die Hol- und Bringzonen zusätzlich aus.

 

 

Die Karte zeigt die drei Hol- und Bringzonen für die Pius-Bonifatius-Schule - es finden sich jeweils zwei gegenüberliegend beziehungsweise schräg gegenüberliegend.

 

 

Bildzeilen Gütersloh:

 

 

Pia Coulthard (Verkehrswacht Gütersloh e.V.) und Kim Nadine Ortmeier (Kreis Gütersloh) hatten extra Schablonen mitgebracht, mit denen die Kinder die gelben Fußspuren auf den Bürgersteig malen konnten.

 

 

Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an den Schulen

Einweihung der Hol- und Bringzonen an zwei Schulen

 

Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück. Seit Donnerstag, 25. September, gibt es zwei weitere Grundschulen mit Hol- und Bringzonen für Elterntaxis. Die Bürgermeister Henning Schulz (Gütersloh) und Theo Mettenborg (Rheda-Wiedenbrück) ließen es sich nicht nehmen, die Hol- und Bringzonen in der Nähe der Grundschule Kattenstroth (Gütersloh) beziehungsweise Pius-Bonifatius-Schule (Rheda-Wiedenbrück) einzuweihen. Jeweils drei solcher Zonen im näheren Umfeld der beiden Schulen sollen dazu beitragen, dass sich vor allem in den Morgenstunden der Verkehr vor den Schulen entzerrt, die Kinder sicherer zur Schule kommen und gleichzeitig mehr an der frischen Luft bewegen.

 

Die ersten Hol- und Bringzonen waren in Halle (Westf.) eingerichtet worden, nach den Herbstferien folgen Schloß Holte-Stukenbrock und Langenberg. Ungewollte Aktualität erhielt die Diskussion um Elterntaxis, nachdem am 13. September - drei Tage nach der Einweihung der ersten Hol- und Bringzonen in Halle (Westf.) - ein Vater einer neunjährigen vor einer Grundschule in Gütersloh-Friedrichsdorf über den Fuß fuhr und sie leicht verletzte, nachdem er seine zwei Kinder vor der Schule abgesetzt hatte.

 

Zum Hintergrund der Aktion: Immer mehr Kinder werden in den vergangenen Jahren von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht. Dies führt häufig zu gefährlichen Verkehrssituationen vor den Schulen, beeinträchtigt die Entwicklung der Kinder und belastet die Umwelt. Der Kreis Gütersloh und die Verkehrswacht Gütersloh e. V. initiierten daher das Projekt "Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an meiner Schule". Zusammen mit den Kommunen und der Kreispolizei wird das Projekt an fünf Pilotschulen im Kreis durchgeführt. Mit dem Projekt soll nicht nur der motorisierte Verkehr im Schul- und Wohnumfeld vermindert werden, sondern vor allem die Kinder gestärkt und ihnen sicher und selbstständig zurückgelegte, erlebnisreiche Schulwege ermöglicht werden.

 

Als Pilotschulen wurden ausgesucht: Grundschule Kattenstroth, Stadt Gütersloh, Lindenschule, Stadt Halle (Westf.), Grundschulverbund Brinkmannschule-Schmeddingschule, Gemeinde Langenberg, Grundschule Pius-Bonifatius, Stadt Rheda-Wiedenbrück, Grundschulverbund Grauthoff-Elbracht, Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.

 

Für die Festlegung der Hol- und Bringzonen waren mehrere Schritte nötig. Mit Hilfe von anonymen Elternbefragungen wurden die Verkehrsmittel und -wege der Kinder erfasst und analysiert. Auf Grundlage dieser Daten und Vor-Ort-Terminen mit Elternvertretern, Schulleitung, Lehrkräften, der Kreispolizei und der Kommune werden die Hol- und Bringzonen. Wichtig für die Verkehrsführung ist es, sie so zu legen, dass weder die An- noch die Abfahrt an der Schule vorbeiführt.

 

Bei der Auswahl werden zusätzlich Empfehlungen des ADAC und eines beratenden Ingenieurbüros berücksichtig. Kriterien sind zum Beispiel das Vorhandensein von Querungsmöglichkeiten wie Zebrastreifen oder Ampeln und die Gehwegbreiten, aber auch das einfache Anhalten und Abfahren an den Haltezonen ohne rückwärts ausparken zu müssen.

 

Die Mitarbeit aller Eltern war ausdrücklich erwünscht. So hatten alle Eltern vor den Sommerferien die Möglichkeit sich auf einem Elternabend einzubringen und sich an der Auswahl der Standorte für die Hol- und Bringzonen zu beteiligen.

 

Über die Verkehrssicherheit hinaus gibt es auch weitere gute Gründe, die Kinder nicht mit dem Auto direkt vor das Schultor zu fahren, so die Verantwortlichen: Der eigenständig gegangene Schulweg ermöglicht den Kindern wertvolle persönliche Erlebnisse - nicht vorbestimmt durch die Erwachsenwelt. Die Kinder werden durch ihre erweiterte Mobilität gestärkt und erhalten Verantwortung für ihren eigenen Schulweg und die damit verbundene Zeit. Sie erleben selbstbestimmt ihre Umwelt, stärken ihren Orientierungssinn und können sich mit anderen Kindern austauschen.


Gruppembild an der Hol- und BrongzoneGroßbildansicht
Einweihung der Elterntaxi-Hol- und Bringzone an der Ludwigstraße in Gütersloh: (v.l.) Udo Linnenbrink (Kreispolizei Gütersloh), Pia Coulthard (Verkehrswacht Gütersloh e.V.), Joachim Martensmeier (Dezernent für Bildung, Jugend, Familie und Soziales, Stadt Gütersloh), Schulleiterin Heike Neef, Frederike Zimmermann (Lehrerin), Bürgermeister Henning Schulz, Kim Nadine Ortmeier (Kreis Gütersloh), Christian Beckmann (Schulpflegschaftsvorsitzender) und die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kattenstroth eröffnen gemeinsam die Haltezone an der Ludwigstraße.


Schulz malt mit KindernGroßbildansicht
Bürgermeister Henning Schulz malt gemeinsam mit den Kindern gelbe Fußabdrücke auf den Bürgersteig. Diese sollen den Schülerinnen und Schülern den Weg von der Hol- und Bringzone zur Schule und zurück weisen.


Schil wird angebrachtGroßbildansicht
Bürgermeister Theo Mettenborg und Frank Scheffer, Dezernent Bauen und Umwelt Kreis Gütersloh, bringen ein Schild an der an der Elterntaxi Hol- und Bringzone vor der Piuskirche in Rheda-Wiedenbrück an.