Gefahrenzonen auf einen Blick

Gütersloh, 14.11.2018. Gibt es besondere Gefahrenpunkte auf dem Schulweg der Kinder? Wo muss man auf dem Arbeitsweg besonders achtsam sein? Wo verbergen sich Gefahrenzonen für Fußgänger und Radfahrer? Antworten darauf geben blaue, digitale Pinnadeln, die auf der neuen Online-Karte der Abteilung Straßenverkehr sogenannte Unfallhäufungsstellen markieren.

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Stefan Giese (Sachgebietsleiter Geodatenservice, Kreis Gütersloh), Ulrich Elfers (Abteilung Straßenverkehr, Kreis Gütersloh) und Bernhard Riepe (Sachgebietsleiter Verkehrslenkung, Kreis Gütersloh) an der Kreuzung Wiedenbrücker Straße, Stadtring Kattenstroth, Kiebitzsstraße. Sie ist eine von momentan 29 Unfallhäufungsstellen.

Mit diesem neuen Serviceangebot können sich Interessierte ab sofort darüber informieren, wo es im Straßenverkehr besonders häufig 'kracht'.

Sobald sich an einer Stelle innerhalb eines Jahres nach ähnlichem Muster drei oder mehr Unfälle ereignen, sprechen die Experten von sogenannten Unfallhäufungsstellen. Dabei unterscheiden sie zwischen der Schwere der Schäden und den Ursachentypen. Die Kreuzung Wiedenbrücker Straße, Stadtring Kattenstroth und Kiebitzstraße in Gütersloh zum Beispiel ist eine von momentan 29 Unfallhäufungsstellen im Kreis Gütersloh. In der Vergangenheit kam es hier vermehrt zu Unfällen im Linksabbiegeverkehr sowie Auffahrunfällen. "Sobald sich der dritte maßgebende Verkehrsunfall ereignet, wird die Angelegenheit zu unserer Baustelle", so Ulrich Elfers von der Abteilung Straßenverkehr des Kreises Gütersloh. "Gemeinsam mit der Straßenbauaufsicht, der betroffenen Kommune, der Polizei und der Bezirksregierung inspizieren wir die Unfallstelle und rekonstruieren den Unfallverlauf."

Anschließend ist es Elfers Aufgabe, die Unfälle auf Parallelen zu prüfen und Verbesserungsmaßnahmen zu formulieren. "Das könnte beispielsweise eine Optimierung der Beschilderung und Fahrbahnmarkierung, eine Reduzierung der Geschwindigkeit, ein Überholverbot oder auch die Installation einer Ampel sein", erklärt Elfers.


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Mit der neuen Karte können sich Interessierte über die Unfallhäufungsstellen im Kreisgebiet informieren.

"Mit nur wenigen Klicks können sich Interessierte einen Überblick verschaffen, Luftbilder von den Gefahrenzonen ansehen und weiterführende Informationen zu der jeweiligen Unfallhäufungsstelle und den Verbesserungsmaßnahmen finden", erläutert Stefan Giese, Sachgebietsleiter Geodatenservice der Abteilung Geoinformation, Kataster und Vermessung des Kreises Gütersloh. Er hat die Programmierung und Administration der Karte übernommen.

"Unfallhäufungsstellen folgen keinem bestimmten Muster. Unfälle können überall passieren: Auf einer Landstraße, einer Stadtstraße, einer Kreuzung oder in einem Kreisverkehr", berichtet Bernhard Riepe, Sachgebietsleiter Verkehrslenkung, Abteilung Straßenverkehr des Kreises Gütersloh. Dennoch gebe es gewisse Stellen und Strecken im Straßennetz, die ein besonders hohes Gefahrenpotenzial aufweisen und an denen sich vermehrt Unfälle ereignet haben. Bei genauerer Betrachtung der Unfallhäufungsstellen-Karte fällt auf, dass in den größeren Städten wie Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück blaue Pinnnadeln besonders eng gesteckt sind. Riepe: "Mit der Online-Karte sind wir auf jeden Fall top aktuell und können die Bürgerinnen und Bürger immer auf dem Laufenden halten." Die Karte ist über das Geoportal des Kreises Gütersloh abrufbar: https://geoportal.kreis-guetersloh.de