Nachwuchsfilmer erkunden ihren Heimatort

Gütersloh, 13.03.2019. Extra einen Zwischenstopp im Kreishaus Gütersloh hat Ministerin Ina  Scharrenbach eingelegt, um persönlich einen Förderbescheid zu überreichen.

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Die Ministerin persönlich übergab den Förderbescheid für das Filmprojekt "Unser Kreis Gütersloh - Filme von Kindern über ihre Städte und Gemein-den" im Kreishaus Gütersloh (v.l.): Gudrun Mackensen, Abteilungsleiterin Schule und Bildung Kreis Gütersloh, Kreisdirektorin Susanne Koch, Landrat Sven-Georg Adenauer, Ministerin Ina Scharrenbach, Martin Husemann, Leiter Kreismedienzentrum ….

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW hatte ein umfassendes Heimatförderprogramm aufgelegt, aus diesem jetzt ein Filmprojekt des Kreismedienzentrums unterstützt wird. Arbeitstitel 'Unser Kreis Gütersloh - Filme von Kindern über ihre Städte und Gemeinden'.

 

GT-Clips ist in den Schulen im Kreis Gütersloh längst ein Begriff: Junge Nachwuchsfilmer drehen ihre eigenen Streifen und werden dabei unterstützt von Profis. "Ich trug mich schon lange mit dem Gedanken, dieses Format etwas zu erweitern", erklärt Martin Husemann, Leiter des Medienzentrums. "Kinder drehen Filme über ihren Heimatort." Da das Thema komplexer ist als sonst bei GT-Clips brauchte es ein eigenes Format. "Und mir war sofort klar, dass wir dafür finanzielle Unterstützung brauchen", so Husemann. Den positiven Förderbescheid konnte er jetzt persönlich aus den Händen der Ministerin übernehmen. Scharrenbachs Ministerium fördert 50 Prozent der Gesamtkosten. "Tagtäglich setzen sich in unserem Land Menschen für den Erhalt von Traditionen, für die Pflege des Brauchtums, für die Erhaltung und Stärkung des regionalen Erbes und der Vielfalt ein. Wenn Kinder ihre Heimat mit der Kamera erkunden, ist das eine filmische Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, mit dem persönlichen Umfeld", erklärte Scharrenbach. Sie sei gespannt auf die Ergebnisse.

 

Projekt und Förderzeitraum erstrecken sich auf zwei Jahre, pro Kommune wird jeweils eine Schulklasse mit jeweils drei Teams zum Zug kommen können. Sechs Filme sollen in diesem Jahr von den Profis begleitet entstehen, sieben im nächsten Jahr. "Bei drei Drehtagen pro Team hätten wir die Drehtage gar nicht in alle in diesem Jahr unterbringen können", erklärt Husemann. Neun Drehtage pro Klasse mal 13 Kommunen macht 117 Drehtage. Zehn Prozent der Gesamtkosten muss das Medienzentrum aus eigenem Budget aufbringen, die restlichen 40 Prozent übernehmen als Sponsoren die Sparkassen im Kreis Gütersloh.

 

"Inhaltlich wird das eine Gratwanderung", ist sich Husemann sicher. Nicht alle verbänden mit Heimat nur positive Gedanken. Aber auch gerade deswegen reize der Filmwettbewerb. "Was zeichnet meine Kommune im Gegensatz zu anderen aus? Was macht sie besonders? Wieso lebe ich hier gerne?" Nicht zuletzt die moderne Interpretation des Begriffs in den zurückliegenden Jahren trage dazu bei. Heimat sei eben auch lokale Identität, Zusammengehörigkeitsgefühl, sei geprägt durch viele Dinge wie lokale Sportvereine oder auch regionale Küche. Husemann: "Menschen brauchen Orientierung, ein Heimatgefühl kann dazu beitragen." Nun freut sich das Medienzentrum auf Lehrkräfte, die sich für das Projekt begeistern und sich mit ihrer Klasse bis zum 22. März anmelden. Weitere Informationen zu dem Projekt inklusive dem Link zur Anmeldung finden sich unter www.medienzentrum-gt.de.