Dienstjubiläum beim Kreis Gütersloh: 140 Jahre für die Bürgerinnen und Bürger gearbeitet

Gütersloh, 18.03.2019. Die gesamte Bandbreite der Beschäftigten der Kreisverwaltung zeigte sich jetzt wieder bei einer kleinen Feierstunde, ihre unterschiedlichen Ausbildungen, Lebensläufe und Qualifikationen: Da war die Hausmeisterin dabei, die Näherin gelernt hat, der Gärtner, der jetzt in der Lebensmittelsicherheit arbeitet und die Arzthelferin, die versucht für den Landrat den Dezernenten an die Strippe zu kriegen.

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Dienstjubiläumsfeier mit Anekdoten aus 140 Jahren Berufsleben (v.l.). Nicole Tobien, Martin Baumhöfer, Landrat Sven-Georg Adenauer, Ursula Stertmann, Personalratsvorsitzender Thomas Haase, Christian Bogdahn, Martina Reddig und Personalleiter Steffen Buch.

Zusammen kommen die fünf Jubilare auf 140 Dienstjahre und feierten dies im Kreishaus Gütersloh zusammen mit Landrat Sven-Georg Adenauer, Personalratschef Thomas Haase und Personalleiter Steffen Buch.

 

Ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feierte Ursula Stertmann (Werther/Westf.). Sie ist seit 1998 als Hausmeisterin und Reinigungskraft an der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule in Werther im Einsatz. Zuvor war die gelernte Näherin für die Reinigung des Kreishauses in Halle und des Kreisgymnasiums zuständig. Ein besonderes Erlebnis verschaffte der Wertheranerin eine Krähe, die sich im Schulgebäude verirrt hatte und dementsprechend aufgeregt war. Mit beherztem Einsatz und gut geschützt mit dem Fahrradhelm auf dem Kopf gelang es Stertmann den Vogel in die Freiheit zu entlassen. Allerdings begegnete sie in dieser Montur auch dem Schulleiter. Sein Kommentar: "Na, Frau Stertmann, fällt Ihnen der Himmel auf den Kopf?"

 

Über das 25-jährige Dienstjubiläum konnte sich Martin Baumhöfer (Beelen) freuen. Der Beelener ist seit 1993 beim Kreis Gütersloh in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung tätig. Während er diese Aufgabe zunächst im ganzen Kreisgebiet ausübte, ist er mittlerweile ausschließlich bei Tönnies im Einsatz. Häufig bleiben ihm und seinen 150 Kollegen, mit denen er im Dreischichtbetrieb arbeitet, weniger als 50 Sekunden für die Begutachtung eines Schweins. In seiner Freizeit widmet er sich seinem Hobby, der Baumveredlung. Als ausgebildeter Gärtner verfügt er schließlich über den sprichwörtlichen grünen Daumen.

 

Ebenfalls 25 Jahre im Dienst des Kreises ist Christian Bogdahn (Soest). Der Leiter des Sachgebiets IT startete seine Karriere beim Kreis 1994 als Praktikant im Rahmen seiner Ausbildung zum Unix-Systembetreuer. Ende der 1990er-Jahre war er an der Entwicklung eines ersten E-Government-Systems beteiligt, das aus finanziellen Gründen aber nicht umgesetzt werden konnte. Seit 2003 hat er die Sachgebietsleitung inne. Als "Schlüsselstelle" bezeichnete der Landrat Bogdahn und sein Team. "Wenn die IT nicht läuft, können wir alle nach Hause gehen."

 

Geboren am Karnevalssonntag und dazu Rietbergerin: Für Martina Reddig ist die fünfte Jahreszeit ein fester Bestandteil im Leben. Beruflich ist sie auf Umwegen zur Kreisverwaltung gekommen, allerdings war es ein Wechsel ohne großen Bruch: Die gelernte Arzthelferin, die vor 25 Jahren zum Kreis kam, arbeitet in der Abteilung Gesundheit. Dort ist sie nicht nur die rechte Hand der Abteilungsleitung, sondern auch zeitweise des Dezernenten, wenn dessen Vorzimmer nicht besetzt ist. Reddig ist darüberhinaus besonders technikaffin: Die Rietbergerin ist nicht nur EDV-Kontaktperson der Abteilung, sondern auch deren Internetbeauftragte.

 

Nicole Tobien (Bielefeld) ist eine der Kreisbeschäftigten, die im regen Kundenkontakt stehen: Die Bielefelderin, die vor 25 Jahren zum Kreis Gütersloh kam, ist seit 2014 in der Katasterauskunft tätig. Das ist die zentrale Anlaufstelle der Abteilung für Bürgerinnen und Bürger. Die Vermessungstechnikerin berät dort beispielsweise Privatkunden, die bauen wollen über Grundstücksgrenzen und vieles mehr. "Ja, gerade bei uns gibt es sehr vieles auch online einzusehen, aber da muss man die Leute häufig erst drauf stoßen", berichtete sie. Gelernt hatte sie den Beruf, der sich so sehr durch die Technik verändert hat, beim Amt für Agrarordnung in Aachen. Früher hatten Vermessungstechnikerinnen viel mit Zeichnen zu tun, heute ist alles auf dem Rechner.