OWL Kultur-Plattform: Förderung für digitales Kultur-Netzwerk

Gütersloh, 29.03.2019. Der Kreis Gütersloh hat seine finanzielle Beteiligung an der OWL Kultur-Plattform konkretisiert. Am Donnerstag, 28. März, stimmte der Schul-, Kultur- und Sportausschuss zu, sich zunächst an dem Vorprojekt in diesem Jahr zu beteiligen.

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Entwurf Prototyp OWL Kultur-Portal

Von Eileen Bins

Für die OWL Kultur-Plattform des Kulturbüros OWL und der Universität Paderborn sind die Jahre 2019 bis 2022 als Umsetzungsphase angesetzt, durch das Vorprojekt kommen auf den Kreis Gütersloh Kosten von maximal 5.500 Euro zu, die gesamt Projektphase bis 2022 wäre mit Kosten bis maximal 34.500 Euro verbunden. Über die Beteiligung an der Umsetzungsphase will der Ausschuss im September entscheiden. Das neuentwickelte digitale Netzwerk für mobile Endgeräte soll das breite Kulturangebot in ganz OWL bündeln und für Nutzer und Anbieter besser sichtbar machen. Mittels künstlicher Intelligenz soll die Plattform individualisierte Angebote generieren und die Möglichkeit zum Ticket-Kauf anbieten.

 

An der OWL Kultur-Plattform beteiligen sich sämtliche OWL-Kreise sowie die Stadt Bielefeld. Auch einige andere Partner, etwa die Kreise Lippe und Herford, hatten zunächst lediglich einen Beschluss für das Vorprojekt herbeigeführt. Die Verwaltung des Kreises Gütersloh hatte eine Beteiligung für das Gesamtprojekt in der entsprechenden Vorlage auf den Tisch gelegt. Der Beschlussvorschlag - im Mai ist die Vorlage abschließend im Kreisausschuss - wurde entsprechend geändert.  

 

Die Realisierung soll in zwei Schritten erfolgen: Zunächst soll bis August 2019 in einem Vorprojekt ein Prototyp entwickelt werden. Für die anschließende Umsetzungsphase soll im Rahmen eines REGIONALE-Projekts erfolgen. Laut Vorlage würden für diesen Abschnitt maximal 29.000 Euro verteilt auf drei Jahre und drei Monate benötigt. Von dieser Summe würden 3.600 Euro noch in diesem Jahr anfallen, die Umsetzungsphase startet offiziell am 1. September 2019. Sobald die Entwicklung 2022 beendet ist, könnte die OWL Kultur-Plattform den Kreis zwischen 9.000 und 12.000 Euro jährlich kosten.

 

Der Kreis selbst sieht seine Rolle innerhalb des Projekts als eine Art 'Pförtner' für die 13 Kommunen, ihre Kulturschaffenden und alle Bürgerinnen und Bürger als Nutzer, als Besucher. Aus diesem Grund informierten die Leiterin der OWL Kultur-Plattform, Ariane Schmitt-Chandon, und die neue Leiterin des OWL Kulturbüros, Jana Duda, am 28. Januar 2019 Vertreter der Kommunen über die Hintergründe und Ziele des digitalen Netzwerks. Das Vorhaben stieß allgemein auf Zustimmung seitens der Kulturschaffenden. Auf der Bürgermeisterkonferenz am 7. Februar 2019 stimmten auch die Bürgermeister dem Vorschlag zu. Die finanzielle Beteiligung des Kreises Gütersloh an der OWL Kultur-Plattform wird damit von allen 13 Kommunen gestützt.