Kleine Sprachdetektive erkunden das Wapelbad

Gütersloh, 21.06.2018. Mit reichlich Spürsinn erkundeten sieben kleine Sprachdetektive der Blücherschule das Gütersloher Wapelbad. Unter der Leitung von Erzieherin und Logopädin Ortrud Fechtel tobten die Kinder im Sand der Beachvolleyballplätze oder kühlten sich mit Eimern voller Wasser im Becken des Wapelbades ab. Mit dabei waren ebenfalls Schulleiter Martin Wellnitz, Vera Lengersdorf vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Gütersloh sowie Ingrid Auweiler und Stephanie Borghoff von der Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh.

Mit bester Laune bei bestem Wetter: Kinder und Erwaschene des Projekts 'Sprachdetektive'Großbildansicht
(v.l.): Kinder der Blücherschule mit Vera Lengersdorf (Pädagogische Mitarbeiterin des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Gütersloh), Ingrid Auweiler (Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh), Ortrud Fechtel (Erzieherin), Stephanie Borghoff (Projektleiterin der Sprachdetektive), Martin Wellnitz (Schulleiter der Blücherschule). Foto: Kreis Gütersloh

 

Die Sprachdetektive sind Teil der vom Kreis finanzierten Maßnahme 'Handlungsorientiertes Deutschlernen an Grund- und SEK-I-Schulen', welche das Kommunale Integrationszentrum Kreis Gütersloh an 17 Schulen im Kreisgebiet anbietet.

 

Was nach einem vergnügten Ausflug mit einer Gruppe Sechs- bis Zehnjähriger klingt, hat aber System und dient der Förderung von neuzugewanderten Kindern: Denn bei den Sprachdetektiven handelt es sich um Jungen und Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte, die gemeinsam im Team verschiedene 'Tatorte' besichtigen, um auf diese Weise Stück für Stück der deutschen Sprache auf die Schliche zu kommen. Denn der Alltag macht es meist erforderlich, in der Zweitsprache Deutsch kommunizieren zu können. Die Tatorte sollen dabei unterschiedlichste Alltagssituationen abbilden: Vom Kontakt mit öffentlichen Einrichtungen, über einen Waldbesuch bis hin zur Fahrt in den Tierpark Olderdissen ist alles dabei.

 

Hier setzt das Projekt 'Sprachdetektive' der Lebenshilfe Kreisvereinigung Gütersloh an. Außerhalb des regulären Schulunterrichts und in der spielerischen Auseinandersetzung entdecken die Kleingruppen im Rahmen von mehreren, meist zweistündigen Ausflügen handlungsorientiert deutsche Wörter und Redewendungen. Die Kinder lernen dabei sowohl mit, als auch voneinander. Das fördert die kommunikativen Kompetenzen, die Grammatik, das Sprachverständnis, die Artikulation und den Wortschatz der Kinder.


Viel Spaß für Erwachsene und Kinder beim gemeinsamen SpielGroßbildansicht
Ebenso vergnügt wie die Kinder: (v.l.) Stephanie Borghoff (Projektleiterin der Sprachdetektive), Martin Wellnitz (Schulleiter der Blücherschule) und Ortrud Fechtel (Frühförderfachkraft). Foto: Kreis Gütersloh

Das Projekt hegt den Anspruch die Kinder in ihr unmittelbares geographisches und soziales Umfeld zu integrieren. Unter dem Motto 'Meine Stadt' starten daher die Projektausflüge immer im Gruppenraum der Grundschule und enden damit, dass die Kinder ein Bild des jeweiligen Tatorts gestalten und ein Abschlusslied singen. Schrittweise entfernen sich die Ausflugsziele von der Grundschule und münden letztlich in zwei Ausflügen, die bis zu 20 Kilometer von der Stadt Gütersloh entfernt liegen. Den Abschluss dieser Aktion bildet die Präsentation der gezeichneten Bilder und Fotos der Ausflüge auf einer Abschlussveranstaltung mit der Familie und Freunden.