Krisenzentrum Valmiera und Altenheim Rujiena: Renate Groß in ihrem Element

Valmiera/Rujiena/Lettland, 13.06.2012. Wenn es jemand gibt, auf die das Prädikat "unermüdliche Partnerschaftsarbeit" zutrifft, dann ist es Renate Groß. Sie packte in den vergangenen Jahren Tausende Weihnachtspäckchen für die Kinder in der Partnerregion Valmiera/Lettland.
Renate GroßGroßbildansicht
Renate Groß vor dem Kleider-Regal im Krisenzentrum Valmiera. Sie entdeckt auf einen Blick die Kleidung, die sie nach Valmiera geschickt hatte.

Und bei der diesjährigen Reise der Delegation aus dem Kreis Gütersloh in den ehemaligen Kreis Valmiera begegneten ihr die Spuren ihres Engagements auf Schritt und Tritt.

"Die Gardinen habe ich zusammen mit Franz-Josef Balke abgehängt", erzählte sie den Mitreisenden bei dem Besuch des noch jungen Altenheims in Rujiena. Das Altenheim, das privat geführt, aber staatlich unterstützt wird, ist beinahe komplett mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen aus Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück eingericht - Lampen, Fernseher, Sitzgruppen, Betten, Rollatoren - Renate Groß erkennt alles wieder.

Sie hat die beiden Brüder Janis und Karlis Roze, die das Altenheim leiten, bekocht und versorgt, als diese das geschlossene Städtische Altenheim Gütersloh ausräumten. Der Rest der Einrichtung stammt aus dem geschlossenen Evangelischen Altenheim Rheda-Wiedenbrück.


Landrat Sven-Georg Adenauer, Hans-Joachim Schwolow, Janis und Karlis Roze sowie Guntis GladkinsGroßbildansicht
Puzzeln soll bei den Senioren im Altenheim Rujiena beliebt sein. Landrat Sven-Georg Adenauer (l.) und Partnerschaftskoor-dinator Hans-Joachim Schwolow (r.) brachten einige mit und übergaben sie den Brüdern Janis (2.v.l.) und Karlis Roze (2.v.r.) sowie dem Bürgermeister von Rujiena, Guntis Gladkins.

Gleiches Szenario im Krisenzentrum Valmiera: Das Haus, in das vorübergehend Kinder vor der häuslichen Gewalt fliehen können, steht Renate Groß vor einem riesigen Kleider-Regal, in dem alles schön säuberlich nach Größen sortiert liegt. "Das da oben ist von Maas Naturwaren, das waren Fehldrucke, die ich für Valmiera bekommen habe", erzählt die rüstige Isselhorsterin (Gütersloh).

Draußen strahlen übrigens neue Spielgeräte in der Sonne um die Wette - komplett finanziert von dem Verein "Kinder in Valmiera" unter ihrem Vorsitzenden Stephan Kaiser (Steinhagen).