Sozial-Oscar 2016/17 für die Franz Wiltmann GmbH & Co. KG

Gütersloh/Versmold. Die Franz Wiltmann GmbH & Co. KG aus Versmold hat am Dienstag, 17. Januar, im Kreishaus Gütersloh den Sozial-Oscar 2016 verliehen bekommen. Der Sozial-Oscar ist eine mit 5.000,- Euro dotierte Auszeichnung. Sie wird gemeinsam vom Kreis Gütersloh und der Gütersloher Stiftung für psychisch kranke und geistig behinderte Menschen ausgeschrieben. Dieser Preis wird an Unternehmen im Kreis Gütersloh vergeben, die sich durch besonders engagierte, vorbildliche und nachhaltige berufliche Integration von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder geistiger Behinderung auszeichnen

Verleihung des Sozial-Oscars im KreishausGroßbildansicht
Pressetermin vor der Preisverleihung bei der Firma Wiltmann (v.l.): André Behrmann und Dr. Ingmar Ingold (Geschäftsführung Wiltmann), Horst Wilke (Sozialer Dienst Wiltmann), Schirmherrin Karin Miele, Dr. Ulrich Kemper (Gütersloher Stiftung für psychisch Kranke und geistig Behinderte) Jürgen Aschentrup (Leiter Verwaltung Wiltmann), Heinrich Ostlinning (Personalleiter Wiltmann) und Judith Schmitz (Leiterin Abteilung Soziales Kreis Gütersloh).

Wiltmann erhält den Sozial-Oscar aufgrund seines modellhaften Engagements: Der Wurst- und Schinkenhersteller aus Versmold-Peckeloh erfüllt nicht nur die Schwerbehindertenquote und beschäftigt mehrere psychisch kranke und geistig behinderte Menschen im rund 800 Mitarbeiter zählenden Betrieb. Es gibt in Peckeloh auch einen hauptberuflichen sozialen Ansprechpartner. Er kümmert sich insbesondere um Kolleginnen und Kollegen in Fällen von Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie bei Spielsucht. Zudem haben bereits mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens am Programm 'BETSI' teilgenommen, das in Kooperation mit der Münsterland Klinik in Bad Rothenfelde angeboten wird. 'BETSI' steht für 'Beschäftigungsfähigkeit teilhabeorientiert sichern' und ist eine präventive Maßnahme zum Erhalt der Arbeitskraft. Diese und viele weitere kleine Bausteine gaben für die Jury des Sozial-Oscars den Ausschlag.

 

Erstmalig konnten in 2016 auch Unternehmen nominiert werden, die sich in besonderer Weise für die Prävention psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz einsetzen, wie z.B. durch die Etablierung eines speziellen Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

 

Nach den ersten beiden Preisvergaben der Jahre 1999 und 2000 wurden die Vergabeintervalle mit Zustimmung der Politik geändert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der mit der Ausschreibung des "Sozial-Oscars" verbundene immense Arbeitsaufwand nicht jedes Jahr von den Ausrichtern geleistet werden konnte. Zudem war es notwendig, die symbolische Wirkung des "Sozial-Oscars" zu verstärken, der als Anerkennung, Ermutigung und Ansporn für alle dienen soll.

 

Gleichzeitig ist es mit dem geänderten Vergabeintervall gelungen, die Qualität der eingereichten Vorschläge und Bewerbungen zu erhöhen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass bereits während der Ausschreibungsphase die Unternehmen im Kreis Gütersloh durch persönliche Ansprache zu einer Bewerbung motiviert werden konnten.

Die Preisträger sind:  

  • 1999: Ulrich Krampe GmbH & Co., Langenberg

  • 2000: Alulux GmbH & Co., Verl

  • 2002: Nüßing GmbH, Verl

  • 2004: Timken GmbH, Halle (verliehen in 2005)

  • 2006: Wöstheinrich KG, Herzebrock-Clarholz

  • 2008: Pro Objekt Einrichtungen GmbH, Gütersloh

  • 2010: Großewinkelmann GmbH & Co. KG, Rietberg

  • 2012: Gerry Weber International AG, Halle

  • 2014: Paul Craemer GmbH, Herzebrock-Clarholz

  • 2016: Franz Wiltmann GmbH & Co. KG, Versmold (verliehen in 2017)

Die Preisträger zeigen mit ihren Mitarbeitern in der gelebten Praxis, dass in Zeiten immer härteren globalen Wettbewerbs sowohl theoretische Konzepte und die Alltagspraxis in Einklang zu bringen sind.

 


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