NSG Furlbachtal

Bei dem Naturschutzgebiet handelt es sich um ein nahezu reines Waldgebiet auf sandigem Standort.
Riesenschachtelhalm im NSG FurlbachtalGroßbildansicht

Die gesamte Fläche bietet mit Dünen, ausgeprägten Böschungen eines kastenförmigen Bachtals und Trockentälern eine beeindruckende Naturkulisse mit urwaldartigem Charakter. In dieser Landschaft haben Schwarzspecht, Eisvogel, Wasseramsel und Gebirgsstelze ihren Lebensraum. Seltene Pflanzenarten finden hier Standorte, an die sie speziell angepasst sind, wie das Wollgras und der Sonnentau in den Mooren und der Riesenschachtelhalm an Quellaustritten.

Bezüglich des Artenspektrums, der Gewässerstruktur und der Wasserqualität wurde der Furlbach als bestes Gewässer im Kreis Gütersloh eingestuft.

Das Naturschutzgebiet ist Teil des europäischen Schutzgebietssystems. Es ist als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Senne mit Stapelager Senne" und als europäisches Vogelschutzgebiet "Senne mit Teutoburger Wald" ausgewiesen. Degenerierte Hochmoorflächen und das Bachtal des Furlbaches mit Au- und Moorwald sind zudem gesetzlich geschützte Biotope.


Bild: SonnentauGroßbildansicht
Abb.: Sonnentau (Bild: P. Rüther, Biostation Kreis Paderborn-Senne)

Steckbrief NSG Furlbachtal:

Lage: beidseitig der Kreisgrenze in Schloß Holte-Stukenbrock und Augustdorf

Größe: insgesamt 225 ha, davon 132 ha im Kreis Gütersloh und 93 ha im Kreis Lippe

Kennzeichen: Naturnahes Bachtal, Quellen, Kleinmoore,
Wald, Binnendünen, für die Trinkwassergewinnung von Bedeutung

Ausweisung: 19. Juli 1937

Informationen für Besucher:

  • Rundwanderweg mit Lehrpfad und Begleitbroschüre (an der Gaststätte Mühlgrund, bei der Biologischen Station und beim Kreis Gütersloh erhältlich)
  • Parkmöglichkeiten an der Gaststätte Mühlgrund (Parken nur für Gäste) und am Gebietszugang von Augustdorf
  • Führungen von Gruppen werden durch die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne angeboten.

Ansprechpartner:

  • Untere Naturschutzbehörde des Kreises Gütersloh, Eberhard Beckemeyer: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, Tel.: 05241/85-2716
  • Untere Naturschutzbehörde des Kreises Lippe, Herr Omilian Tel.: 05231/62-632
  • Biologische Station Kreis Paderborn-Senne: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, Tel.: 05250/70841-0